213: Selfie-Wahn

Von der Bildersucht einer narzisstischen Gesellschaft.

Was macht die Technik mit uns Menschen?
Was bedeutet die digitale Selbstbespiegelung für unsere Gesellschaft?

AKTUELL

  • Geistig Behinderte. Sie werden in Heimen der Behindertenhilfe schlechter behandelt als andere. Das belegt eine neue Nationalfonds-Studie.
  • Müll im Meer. Fünf riesige Plastikstrudel treiben in den Weltmeeren, mit verheerenden Folgen. Doch der Kampf gegen den Abfall wächst.
  • Poetry-Predigt. Der Schweizer Meister Slammer Christoph Simon stellt sich dem Wettstreit mit gestandenen Pfarrern. Eine befruchtende Sache.
  • Die Hindu-Priesterin. Die Hindus in der Schweiz sind bereit für Reformen. Eine Begegnung mit Mala Jeyakumar, einer der ersten vier Priesterinnen.

SCHWEIZ

  • Aufgefallen. Geistig Behinderte lässt man schneller sterben.
  • Digitale Gesellschaft. Der Selfie-Wahn.
  • Kommentare. Marianne Streiff hält die Erbschaftssteuer für fair und gerecht. Oliver Claasen kritisiert den laxen Umgang der Schweiz mit Potentatengeldern.
  • Slam-Poetry vs. Preacher. Ein Wettstreit der besonderen Art.
  • Porträt. Die Hindu-Priesterin.
  • Das Allerletzte. Mein lieber Toni Brunner.

POLITIK & GESELLSCHAFT

  • Sozialprotokoll. Sein Vater war Maurer, die Mutter ging putzen. Arbeiterkind Pascal Lauria hat es dennoch an die Uni geschafft.
  • Das Recht des Stärkeren. Streit mit der Türkei über den Völkermord an den christlichen Völkern im Osmanischen Reich.
  • Der Pfarrer und sein Handy. Mussie Zerai, eritreischer Pfarrer in der Schweiz, hat Tausenden Bootsflüchtlingen das Leben gerettet.
  • Stückgut in Europa. Helfer schützen Flüchtlinge durch Kirchenasyl vor der Ausschaffung.
  • Plastikmüll im Meer. Der Plastikstrudel in den Weltmeeren ist riesig, doch der Kampf dagegen wächst.

RELIGION & KIRCHEN

  • Neues im Weltchristentum. In Afrika, Lateinamerika und den USA fordern charismatische Bewegungen die Kirchen heraus.
  • Amerikas neue Evangelikale.
  • Religion ist die Sollbruchstelle. In Kenia halten Christen und Muslime auch nach dem Massaker von Garissa am Religionsfrieden fest.
  • Das andere Gesicht. Friedensgebete statt Ausländerhass: Pfarrer Matthias Keilholz steht für ein fremdenfreundliches Tröglitz.
  • Gott in der Verfassung? In Schleswig-Holstein streiten Juden, Christen und Muslime dafür.
  • Ein Fest für die Seele. Immer weniger Jugendliche gehen zur Konfirmation. Die Kirchen entwickeln neue Angebote.

LEBEN & KULTUR

  • Die Karriere einer Wanderhure. Mittelalterromane spiegeln meist mehr die Sehnsucht der Leser wider als die Realität.
  • Mittelalter. Historiker Johannes Dillinger korrigiert das Klischee von einer grausamen Epoche.
  • Wer ist der wahre Verräter? Schriftsteller Amos Oz stellt mit dem Roman »Judas« die Schuldfrage neu und verknüpft sie mit der Geschichte des Staates Israel.
  • Vorgespräch. Wie inszeniert man eine Mozart-Oper mit syrischen Flüchtlingen? Fragen an Cornelia Lanz, Leiterin eines interkulturellen Projekts.

IMMER

Betrachtung • Personen & Konflikte • fairNetz • Agenda • Bücher • Briefe • Sein und Haben • Glauben und Streiten

Ein Kommentar:

  1. Christine Höötmann

    Zu: Sozialprotokoll „Eine andere Kaste“ Nr. 213. S. 9
    Lieber Pascal Lauria, unbestritten ist es viel schwieriger, Abitur und Studium zu absolvieren, wenn mensch aus einer bildungsfernen Familie stammt. Die vielbeschworene Chancengleichheit ist da oft eine Farce. Aber das Bild, dass Sie sich da von Akademiker/innen machen, ist dann doch reichlich klischeehaft und verstaubt. Ich kenne jedenfalls keinen Akademiker und erst recht keine Akademikerin, welche Zigarre raucht – wenn sie denn überhaupt rauchen. Der einzige Zigarrenraucher, den ich näher kannte, war mein Grossvater – er war Maurermeister/Besitzer eines Baugeschäfts. Mit dem Schachspiel ist es das Gleiche. Ich selber bin Theologin/Psychologin, meine Eltern hatten eine kaufmännische Lehre gemacht, meine beste Freundin ist Zahnärztin aus einem Arbeiterhaushalt – in unseren Familien wurde allerdings auf Bildung Wert gelegt und uns wurde dafür Ruhe und Zeit eingeräumt; wir wurden auch dazu animiert. Dennoch fanden meine Eltern eine Verwaltungslaufbahn für ihre Tochter sehr attraktiv – ich allerdings weniger…. Die einzige unter meinen Freundinnen, die äusserte, es wäre eigentlich vergeudete Zeit, als Frau zu studieren, da ja doch Familie käme (…), war Tochter eines Ingenieurs und las die simpelsten Arztromane. Inzwischen ist sie aber doch auch Lehrerin geworden 🙂 . Heute als Berufsberaterin tätig, muss ich auch hinzufügen, dass das Heil nicht allein in einem Studium liegen muss. Es muss einfach passen und die Eigenmotivation und entsprechende Einsatzbereitschaft muss stimmen für den gewählten Berufsweg, wie auch immer dieser aussieht. Dann lässt sich aus (fast) jedem Beruf und Ausbildung etwas machen.

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