Katakombenpakt: „Geheimes“ Vermächtnis des Konzils

Am 16. November 2015 hielt Jon Sobrino auf der von der Gruppe pro-konzil und vom Institut für Theologie und Politik organisierten Versammlung “Katakombenpakt erinnern und erneuern” in den Domitilla-Katakomben in Rom die Predigt, die wir hier in deutscher Übersetzung dokumentieren. Jon Sobrino erinnerte an die Märtyrer der salvadorianischen Kirche und des Volkes und an den Aufbruch der lateinamerikanischen Kirche vom Katakombenpakt über die lateinamerikanische Bischofskonferenz von Medellín bis zur Befreiungstheologie – und an die ausstehende notwendige Umkehr zur Kirche der Armen. (Übersetzung: Norbert Arntz)

Von Jon Sobrino

Jon SobrinoIn diesen Tagen haben wir über den „Katakombenpakt“ nachgedacht, den an diesem Ort vor fünfzig Jahren etwa vierzig Bischöfe unterzeichnet haben. Persönlich verpflichteten sie sich darauf, an einer „armen und dienenden Kirche“ mitzuwirken. Auf diese Weise machten sie sich den wesentlichen Wunsch von Johannes XXIII. zu Eigen, dass die Kirche „eine Kirche der Armen“ sein solle. In der Konzilsaula fand dieser Gedanke nur ein geringes Echo. Der Katakombenpakt wurde zum „geheimen“ Vermächtnis des Konzils.
Vor Gott und als Gottes Volk versammelt wollen wir uns in dieser Eucharistiefeier dazu verpflichten, am Aufbau einer solchen Kirche mitzuwirken, die allein die Kirche Jesu ist. Das ist die beste Art, letztlich sogar die einzige Art, angemessen an den Katakombenpakt zu erinnern und ihn mit der notwendigen Dringlichkeit zu erneuern.
Nach dem Pakt gab es Zeiten, in denen er seine Wirkung kirchlich entfaltete, und es ist gut, auch diese Zeiten zu erinnern, um sich Mut zu machen. Wenn die Gnade einmal real wirksam erfahren wurde, dann ist das auch heute möglich. Noch immer gibt es schwere Sünde. Sie lässt uns keine Ruhe. Wir fühlen uns auch heute verantwortlich dafür, sie zu beseitigen, und deshalb etwas zu riskieren.
DIE SÜNDE ist heutzutage Lampedusa, die Flüchtlinge, die angesichts der effizienten Gleichgültigkeit Europas nach Überlebensmöglichkeiten suchen. DIE SÜNDE ist die Päderastie von Priestern und die Karrieresucht führender Kleriker. Daran erinnert Papst Franziskus deutlich und entschieden.
Heilsamer aber ist, an die GNADE zu erinnern. Das ist einerseits schwieriger, weil dieses Erinnern uns viel zumutet. Aber es ist andererseits auch anregender, denn was in diesen fünfzig Jahren geschah, ist immer noch frohe Botschaft. Sie hat sich an vielen Orten ereignet. Aber ihr werdet verstehen, dass ich mich auf den Kontinent Lateinamerika konzentriere.
Es gab Bischöfe, Kirchenväter, einige sind Märtyrer, Helder Camara, Enrique Angelelli, Samuel Ruiz, Leonidas Proaño, Juan Gerardi. Weniger bekannt sind die Kirchenmütter, engagierte Christinnen und Ordensschwestern, einige von ihnen Märtyrerinnen. In El Salvador Maria Julia Hernandez, Marianella García Villa, Rufina Amaya, Silvia Arriola. Es gab Basisgemeinden. Sie werden so bezeichnet, weil sie an der Basis einer armen Gesellschaft leben bzw. Gemeinschaften von Indígenas sind, die um das Überleben ihrer Kulturen kämpfen. Es gab Priester- und Ordensseminare sowie Universitäten, an denen man lehrte und lernte, wie die Unterdrückten befreit werden können. Es gab die Befreiungstheologie und eine große Nähe zwischen den Schwesterkirchen. Es gab eine tiefe Liebe zum Leben und viel Opferbreitschaft. Es gab viele, die ihr Leben hingaben. Die Kirche war Jesus immer ähnlicher geworden.
Als die Bischöfe den Katakombenpakt unterzeichneten, waren sie aufrichtig, hellsichtig und entschieden. Jetzt will ich kurz darüber sprechen, welch besonders tiefen Eindruck die Bischöfe, die eine Bewegung von Bischöfen hervorriefen, in mir persönlich hinterlassen haben.

1. Das „Wir“, von dem sie im Pakt sprechen, wird in Medellín erweitert
Im Katakombenpakt sprechen die Bischöfe von sich persönlich. Sie sprechen nicht, um die Gläubigen zu belehren, sondern um miteinander ins Gespräch zu kommen. Sie schaffen es, ein existentielles „Wir“ zu formulieren. Und setzen eine bedeutsame Bewegung in der Kirche in Gang.
Drei Jahre später sagen die Bischöfe von Medellín: „Es erhebt sich ein stummer Schrei von Millionen von Menschen, die von ihren Hirten eine Befreiung erbitten, die ihnen von keiner Seite gewährt wird.“ (DM 14.2) und fügen in aller Offenheit etwas hinzu, was man üblicherweise nicht erwähnt: „Uns erreichen die Klagen, dass die Hierarchie, der Klerus und die Ordensleute reich und mit den Reichen verbündet sind.“ (ebd.) Sie erklären zwar, dass man häufig den Schein mit der Wirklichkeit verwechselt, aber gestehen zu, dass viele Ursachen dazu beigetragen haben, das Bild einer reichen kirchlichen Institution zu schaffen: die großen Gebäude, die Häuser der Pfarrer und Ordensleute, die häufig größer sind als die des Stadtviertel, in dem sie leben; die eigenen luxuriösen Autos, die aus früheren Epochen stammende Art, sich zu kleiden….
Nachdem sie diese Selbstherrlichkeiten benannt haben, anerkennen sie, was die Klagen in Wahrheit sagen wollen, und sprechen in erster Person von sich selbst: „In der Situation der Armut und sogar des Elends, in der der größte Teil des lateinamerikanischen Volkes lebt, haben wir Bischöfe, Priester und Ordensleute das Nötige zum Leben und eine gewisse Sicherheit, während den Armen das Notwendigste fehlt und sie in Angst und Unsicherheit leben.“ (DM 14.3)
Sie gestehen auch zu, dass Distanzierung und Desinteresse die Armen häufig resignieren lassen. „Es gibt genügend Fälle, in denen die Armen fühlen, dass ihre Bischöfe oder ihre Pfarrer und Ordensleute sich nicht wirklich mit ihnen, mit ihren Problemen und Ängsten, identifizieren und dass sie nicht immer diejenigen unterstützen, die mit den Armen arbeiten oder sich für sie einsetzen.“ (ebd.) Man hört hier bereits Papst Franziskus.
Diese präzisen, detaillierten Beschreibungen sind Hinweise darauf, dass die Bischöfe den Schrei der Armen existentiell als Einzelne und als Gruppe ernst nehmen.
Das trifft auch für die Anfangsworte des Dokumentes von Medellín zu: „Über die Situation des lateinamerikanischen Menschen gibt es viele Studien. In allen wird das Elend beschrieben, das große Menschengruppen in die Randzonen des Gemeinschaftslebens drängt. Dieses Elend als Massenerscheinung ist eine Ungerechtigkeit, die zum Himmel schreit.“ (DM 1.1)
Dieser Text ist außerordentlich wichtig. Indem sie ihn an den Anfang des Gesamtdokumentes setzen, bekennen die Bischöfe unzweideutig, was sie denken und fühlen. Besonders aufmerken muss man aber, wenn man bedenkt, dass es Bischöfe mit ihrem Gottes- und Jesus-Glauben, Bischöfe als Amtsträger der Kirche sind, die die ersten Worte dieses Textes schreiben und dafür keine frommen, biblischen oder dogmatischen Worte verwenden. Vielmehr sind es Worte, die die Realität der Welt beschreiben; noch genauer: die Sünde. Sie erwähnen jene, die leiden, implizit damit auch jene, die sie leiden machen. Die schlimmste Sünde ist das „Unrecht“. Die Worte „schreit zum Himmel“ können so viel bedeuten wie „desaströs“, aber man kann sie auch verstehen im Kontext von Exodus 3,9: „Der Schrei der Israeliten ist zu mir gedrungen“, sagt Jahwe.

2. Bischof Romero bleibt den Armen treu – bis zum Martyrium
Die Veränderung von Bischof Romero hat im Wesentlichen mit der Ermordung von Rutilio Grande am 12. März 1977 zu tun. Das ist weithin bekannt. Jetzt will ich an seine uneingeschränkte Nähe zu den Armen, zu den Verarmten, zu den Opfern erinnern.
Am 19. Juni 1977 kam Romero wieder nach Aguilares. Die Armee hatte seit einem Monat das Dorf besetzt gehalten und etwa einhundert Campesinos ermordet. Jetzt verließ sie das Dorf wieder. Ich erinnere mich genau daran, mit welchen Worten Bischof Romero seine Predigt begann: „Es ist meine Pflicht, die Leichen einzusammeln!“ In der Predigt rechnete er mit den Verbrechern ab und erinnerte sie an das Bibelwort: „Wer zum Schwert greift, wird durch das Schwert umkommen!“
Bei der Gabenbereitung stellte er die vier Ordensschwestern vor Gott hin, die sich angeboten hatten, die aus Aguilares vertriebenen Priester zu ersetzen. Und den Campesinos, die aus Angst nicht zur Kirche gekommen waren, aber seine Worte über Lautsprecher hören konnten, sagte er: „Ihr seid das Bild des durchbohrten Erlösers…. Dieses Dorf ist ein Sinnbild für alle Dörfer, die wie Aguilares durchkämmt und gedemütigt werden.“
In Gedanken ständig beim leidenden Volk bereitete Bischof Romero seine Predigten vor. So sagte er in seiner letzten Sonntagspredigt am Vorabend seiner Ermordung: „Wenn ich im Laufe der Woche den Klageruf des Volkes und die Qualen so vieler Verbrechen, die Schmach zahlloser Gewalttaten einsammle, bitte ich den Herrn, er möge mir das rechte Wort eingeben, um trösten, anklagen, und zur Umkehr aufrufen zu können. Auch wenn ich dann immer nur die Stimme eines Rufers in der Wüste bin, weiß ich doch, dass die Kirche sich so abmüht, ihrer Sendung gerecht zu werden.“
An der Seite dieses Volkes engagierte er sich bis zum Ende. „Ich will euch zusichern, und bitte euch dafür um euer Gebet, dieses Versprechen halten zu können, dass ich mein Volk nicht verlassen werde, sondern zusammen mit ihm alle Risiken eingehen werde, die mein Dienst mir abverlangt“.
Bischof Romero entschied sich für den Aufbau einer Kirche, die sich mit dem gekreuzigten Volk verbunden hatte. Die Kirche Jesu ist stets eine verfolgte Kirche. In einem aus dem Evangelium stammenden Überschwang brach es aus ihm heraus, als er sagte: „Ich freue mich darüber, Schwestern und Brüder, dass unsere Kirche eben deshalb verfolgt wird, weil sie die vorrangige Option für die Armen getroffen hat und sich darum müht, die Anliegen der Armen zu ihren eigenen zu machen.“ Und in einem noch schärferen Ausruf bekannte er: „ Es wäre traurig, wenn in unserer Heimat, in der so schreckliche Morde stattfinden, nicht auch Priester unter den Opfern zu finden wären. Sie sind die Zeugen dafür, dass die Kirche in der problematischen Lage des Volkes Fleisch und Blut angenommen hat.“

Bischof Romero war ein glücklicher Mensch. Dem Leiter einer Delegation von Schwesterkirchen aus den USA sagte er im Jahr 1979 zu Beginn einer Predigt: „Ich will, dass Sie bei Ihrer Rückkehr ganz einfach erzählen, was sie gesehen und gehört haben, und dass Sie mein Zeuge dafür sind, dass es nicht schwer ist, für dieses Volk ein guter Hirte zu sein. Das Volk treibt mich an zu meinem Dienst… Aber mehr als ein Dienst ist es mir eine Pflicht, die mich mit Genugtuung erfüllt“.
Bei dem Totengedenken, dass wir nach seiner Ermordung in der UCA begingen, sagte Ellacuría in seiner Predigt: „In Bischof Romero ist Gott selbst durch El Salvador gegangen.“

3. Der andere 16. November 1989: In El Salvador werden sechs Jesuiten und zwei Mitarbeiterinnen der UCA ermordet.
Nach Medellín wurde nicht nur Bischof Romero ermordet. Anfangs habe ich bereits die Namen von Frauen und Männern erwähnt, die Märtyrer wurden. Auch Kinder und alte Leute gab es darunter. Gestattet mir jetzt, an meine vor 26 Jahren ermordeten Gefährten zu erinnern. Sie gaben mir zu denken über Christentum, Kirche und Universität. Weil sie Jesuiten sind, kann ihre Erinnerung Ordensleuten behilflich sein. Weil sie in einer Universität arbeiteten, kann ihre Erinnerung engagierten Männern und Frauen behilflich sein. Sie werfen ein Licht auf das Christentum, weil sie das Leben Jesu ganz real erfahren ließen, nicht durch Vorsatz oder fromme Übungen. Ihr Blick richtete sich auf die realen Armen, auf all jene, deren Leben nicht einfach gegeben ist, die vielmehr dem Terror des Hungers, dem Unrecht, der Missachtung, der Qual von Folter, dem Verschwindenlassen, häufig grausamsten Mordtaten unterworfen leben und sterben. Meine Gefährten ließen sich zur Compassion bewegen und „wirkten Wunder“, indem sie ihre wissenschaftliche Tätigkeit, ihre Talente, ihre Arbeits- und Freizeit für Wahrheit und Gerechtigkeit in die Waagschale warfen. „Sie trieben Dämonen aus“. Sie kämpften zweifellos gegen die äußeren Dämonen, gegen Unterdrücker, Oligarchen, Regierungen, Streitkräfte; vor ihnen beschützten sie die Armen. Ihre Vorbilder dafür waren Rutilio Grande und Bischof Romero. Inmitten von Bomben und Bedrohungen blieben sie ihrer konsequenten Barmherzigkeit treu. Sie sind gestorben wie Jesus und haben die Wolke von Zeuginnen und Zeugen vergrößert, von Christen, Priestern, Ordensleuten, Agnostikern, Frauen und Männern, die ihr Leben für die Gerechtigkeit hingegeben haben. Sie alle sind „jesuanische Märtyrer“, Märtyrer im Geiste Jesu. Er bleibt wesentlicher Rückhalt für Christen und für jeden Menschen, der in unserer Welt als anständiger Mensch leben will.
Die Jesuiten blieben ihrer Berufung treu und übersetzten den heiligen Ignatius ins Heute. Sie verstanden es als ihren Auftrag, das gekreuzigte Volk vom Kreuz zu holen, es aus der Unterdrückung zu befreien, insbesondere aus der strukturellen Unterdrückung, und auf eine Zivilisation der Armut zuzugehen, die aufsteht gegen die Zivilisation eines Reichtums aus entmenschlichender Akkumulation.
In diesem Zusammenhang scheint es mir angebracht, an eine Einzelheit zu erinnern: Die Märtyrer der UCA hatten nie darüber zu entscheiden, ob es Gottes Wille sei, im Land zu bleiben und dafür Risiken, Bedrohung und Verfolgung zu erleiden, oder das Land zu verlassen. Ich glaube, das ist ihnen nicht einmal in den Sinn gekommen. Sie haben sich verhalten, „ohne zu zweifeln bzw. zweifeln zu können“ (Ignatianische Exerzitien Nr. 175). Wenn wir uns heute fragen, „was den Willen anzog und bewegte“, können wir sagen, „Gott unser Herr“ habe sich der Seele zu erkennen gegeben. Aber ich glaube, wir kennen auch die historische Wirklichkeit, die sie im Land festhielt: „das Leiden des Volkes“, „die Scham, sich vom Volk abzuwenden“, „der Zusammenhalt in der Kommunität“, „die bereichernde Erinnerung an Bischof Romero, neun ermordete Priester und fünf ermordete Ordensschwestern“, und sogar „sich an die Verfolgung gewöhnt zu haben“. Ich glaube, das alles bewegte ihren Willen, warf Licht auf ihre Entscheidungen und auf den zu gehenden Weg. Gott wirkt nicht durch alles Mögliche, sondern durch Erfahrungen, die wir erwähnt haben.
Padre Arrupe (der damalige Generalobere der Jesuiten) sagte über sie: „Solche Jesuiten brauchen heute Welt und Kirche. Menschen, die von der Liebe Christi getrieben, ihren Geschwistern ohne Rücksicht auf Rasse oder Klasse dienen. Menschen, die es verstehen, sich mit denen, die leiden, zu identifizieren und ihnen sogar bis zur eigenen Lebenshingabe Hilfe zu leisten. Couragierte Menschen, die die Menschenrechte verteidigen, falls notwendig, selbst auf Kosten des eigenen Lebens.“ (19. März 1977, eine Woche nach der Ermordung von Rutilio Grande).
Zusammen mit den Jesuiten wurden zwei Frauen umgebracht: Julia Elba Ramos, 42 Jahre, Köchin für eine Kommunität junger Jesuiten, eine arme, fröhliche, einfühlsame Frau, die ein arbeitsreiches Leben geführt hat. Und ihre Tochter Celina, 15 Jahre, eine aktive Studentin und Katechetin; sie hatte mit ihrem Freund überlegt, im Dezember 1989 zu heiraten. Sie blieben zum Übernachten im Jesuitenhaus, weil sie sich dort sicherer fühlten. Aber der Befehl lautete: „Keine Zeugen hinterlassen!“. Auf den Fotos kann man erkennen, wie Julia Elba ihre Tochter mit ihrem eigenen Körper schützen will. Sie beide sind das Symbol des gekreuzigten, unschuldigen, schutzlosen Volkes.
Ein letzter Gedanke aus dem Glauben. Von den Märtyrern der UCA ähnelten die einen mehr Bischof Romero, die Jesuiten. Die Anderen waren dem gekreuzigten Volk ähnlicher, die beiden Frauen. Wenn man sie alle zusammen betrachtet, können wir sagen, dass in ihnen Jesus und sein Gott durch die Welt gegangen sind und ihr Kreuz getragen haben. Aber man muss auch sagen, dass gegen allen Augenschein in ihnen der Gott des Heils anwesend war. So beschrieb es P. Ellacuría mit wissenschaftlicher Präzision. Aus meiner Sicht beschrieben: „Ohne die Armen – und die Opfer – kein Heil!“

4. Die Märtyrer bringen das Heil
Wir haben uns der Märtyrer erinnert. Ihr Leben und ihr Tod sind kaum zu ertragen. Deshalb wiegen meine Worte so schwer. Aber wahr ist auch, dass die Seligpreisungen Jesus an sie gerichtet sind. Die Märtyrer sind für uns ein Segen und können für uns zum Segen werden: Sie machen uns Mut, uns für andere einzusetzen und Hoffnung zu haben. Solchen Mut mit solcher Entschiedenheit finden wir nirgends sonst, weder in der Liturgie, noch in der Akademie.
Die sechs Jesuiten tragen und leiten uns in ihrem Glauben. Julia Elba und Celina leiten uns in dem Ihren, wenn auch auf andere Weise. Mir zumindest bleibt ihr Geheimnis nicht leicht zugänglich. Aber Gott kennt es, und sie geleiten uns zu Gott auf ihm bekannten Wegen.
Aller klugen Wissenschaft zum Trotz wecken die Märtyrer Hoffnung. Tausende armer Campesinos mit toten Angehörigen kommen am Vorabend des 16. November in der UCA zusammen, um gemeinsam zu feiern, zu beten und zu singen. Jürgen Moltmann hat dafür vor einigen Jahren einen guten Gedanken formuliert: „Nicht jedes Leben weckt Hoffnung, wohl aber das Leben Jesu, der aus Liebe das Kreuz auf sich nahm.“
Zum Schluss will ich Papst Franziskus danken, der sich wieder in den Katakomben bewegt. Will seiner Weise danken, mit Humor und Schlichtheit, Kompromisslosigkeit und Zärtlichkeit die Kirche zu reformieren. Lasst uns ihm behilflich sein, ihm nicht nur applaudieren.
Für Bischof Luigi Bettazzi eine herzliche Umarmung. Und der Dank der Menschen aus El Salvador für alle, die uns in schweren Jahren beistanden.
Die Märtyrer mögen in Frieden ruhen. Ihr Friede schenke uns Lebenden Hoffnung. Und ihre Erinnerung lasse uns nicht in Frieden ruhen.

 

Tag 6

Selbstverpflichtungen und Weiterarbeit im eigenen Kontext waren die Quintessenz der Schlussversammlung der Tagung zum Katakombenpakt. Dabei gewinnt die Befreiungstheologie neue Bedeutung. Von Xaver Pfister, Rom

Zum Schluss der Versammlung wurden die Erkenntnisse zusammengetragen, die in der Tagung erarbeitet wurden. Von den 260 Teilnehmenden waren 100 Theologiestudentinnen und –studenten aus verschiedenen deutschen Fakultäten. So entstanden viele generationenübergreifende Gespräche. Die Studenten haben eine von ihnen erarbeitete Selbstverpflichtung vorgestellt, die von vielen unterschrieben wurde. Sie wird auf der Internetseite „pro-konzil.de“ aufgeschaltet werden.
Zu Beginn der Schlussversammlung präsentierten vier Personen Gedanken zur Frage: Was hat mir diese Versammlung gebracht. Die junge Theologiestudentin aus Freiburg in Breisgau, Franziska Wintermantel, nahm pointiert Stellung : „Und wir müssen mutig sein. Die, die bereits mutig waren, können nun den Mut und das Vertrauen haben, dass die Ideale, für die sie einstehen und eingestanden sind, nicht verloren gehen. Und der neuen Generation die Freiheit lassen, neue Wege für alte Ideale zu gehen. Befreiungstheologie – was bedeutet das für mich als Christin, als Theologin? Es wurde mir in ausserordentlichem Masse bewusst, wie sehr das, was ich an der Uni versuche theoretisch, wissenschaftlich zu durchdringen und zu denken, nichts ist, ohne dessen Auswirkungen für unser Handeln zu bedenken. Ich muss mir immer überlegen: Was hat das für eine Bedeutung für mein Leben, für mein Handeln? Kirche ist Teil der Gesellschaft. Und so komme ich nicht umhin, mich in der Gesellschaft zu verhalten, mich zu gesellschaftlichen Themen zu verhalten. Ich darf mich nicht hinter irgendeiner Theologie, nicht hinter meinem Glauben verstecken, sondern ich muss mich politisch positionieren, ich muss politisch sein.“
Der Leiter des Instituts für Theologie und Politik ( itpol.de ), Michael Gremminger, hatte schon zu Beginn der Versammlung formuliert: Theologie müsse existentiell denken, sie darf nicht in Elfenbeintürmen abseits vom eigenen Leben und der Leben anderer, insbesondere der Armen betrieben werden. Im Pressegespräch in der Katakombe sagte er: „Die Erneuerung des Katakombenpaktes im Jahr 2015 bedeute: Sich einem neoliberalen Kapitalismus zu widersetzen, Unterdrückungsstrukturen anzuprangern, Grenzabschottung zu überwinden und jede Form von Diskriminierung zu bekämpfen.” Kirchenpolitisch wird diese Versammlung in die Geschichte der Kirche eingehen. Ein Communiqué der Veranstalter erklärt, warum: Papst Franziskus rehabilitierte die Befreiungstheologen. Am 13. November 2015, empfing Papst Franziskus den Jesuiten Jon Sobrino in der Casa Santa Marta mit den Worten: „Schreib weiter!“. Die für die Versammlung Verantwortlichen hatten diese Begegnung arrangiert.
Nach Leonardo Boff und Gustavo Gutiérrez ist dies damit das dritte Treffen von Papst Franziskus mit lateinamerikanischen Befreiungstheologen. Damit ist wohl deutlich, dass der Vatikan die Befreiungstheologie nach langen Jahren der Verunglimpfung und Ausgrenzung rehabilitiert hat. Die theologische Linie von Franziskus: seine Kritik der mörderischen Weltwirtschaft und seine Reformbemühungen um eine Kirche, die „das menschliche Leben an[nimmt], indem sie im Volk mit dem leidenden Leib Christi in Berührung kommt“, liegt ganz auf der Linie der Befreiungstheologie.
Angesichts der Probleme der Welt wie den Millionen Flüchtlingen, dem Auseinanderklaffen von arm und reich, der Umweltverwüstung hat die Kirche tatsächlich nur eine Zukunftsberechtigung, wenn sie im Sinne der Befreiungstheologie eine praktische Hoffnung für die Welt ist. Jon Sobrino gehört zu den profiliertesten Kritikern des Vatikans unter Johannes Paul II. und Benedikt XVI. Anlässlich der lateinamerikanischen Bischofskoferenz in Aparecida 2007 kritisierte er die redaktionellen Eingriffe der Kurie, die die Bedeutung der Basisgemeinden herunterspielten. Außerdem schrieb er in einem fiktiven Brief an seinen ermordeten Mitbruder Ignacio Ellacuria: „Der objektive Konflikt mit den Mächtigen, keine abstrakte allgemeine Verfügbarkeit, hat Jesus ans Kreuz gebracht. Das zu ignorieren, führt zu schlimmen Konsequenzen; denn es verführt dazu zu denken, dass wir auch heute die Sendung ohne schwerwiegende Konflikte realisieren könnten.“
Im gleichen Jahr versuchte ihn der Vatikan mit einer Notifikation zum Schweigen zu bringen, in der einzelne Thesen seiner Bücher verurteilt wurden. Jon Sobrino unterschrieb diese Notifikation nicht.
Dass Papst Franziskus ihn nun ermutigt hat, sich nicht von lehramtlicher Zensur einschüchtern zu lassen, ist zu verstehen als eine respektvolle Anerkennung der theologischen Arbeit Sobrinos auf der einen Seite und eine direkte Unterstützung der Befreiungstheologie durch den Papst auf der anderen Seite. Diese Positionierung ist ein Bruch mit dem verurteilenden Umgang mit der Befreiungstheologie in den beiden vorangegangenen Pontifikaten.

 

Tag 5

Am 16. November 1965 kurz vor dem Abschluss des Konzils am 8.Dezember vor 50 Jahren unterschrieben 57 Bischöfe in den Domitillakatakomben den Katakombenpakt. 50 Jahre später feierte die Versammlung „ Hoffnung und Widerstand. Katakombenpakt erinnern und erneuern“ die Erinnerung an dieses historische Ereignis mit einem Gottesdienst. Von Xaver Pfister, Rom

Domitila Katakombe
Den Gottesdienst eröffnete Norbert Arntz, Autor des Buches „Katakombenpakt. Für eine dienende und arme Kirche“, mit einem Text von Pablo Neruda: „Sie können alle Blüten zerstören, den kommenden Frühling können sie aber nicht verhindern. Der 92 jährige Bischof Luigi Bettazzi stand der Eucharistiefeier vor.

Jon SobrinoDer Befreiungstheologe und Jesuit Jon Sobrino (Bild) aus San Salvador hielt die Predigt. Er rief die Früchte des Paktes, der an verschiedenen Orten Früchte brachte, in Erinnerung und stellte dann fest: „Die Sünde ist heutzutage Lampedusa, die Flüchtlinge, die angesichts der effizienten Gleichgültigkeit Europas nach Überlebensnotwendigkeiten suchen. Die Sünde ist die Päderastie von Priestern und die Karrieresucht führender Kleriker. Daran erinnert Papst Franziskus deutlich und entschieden. Heilsamer ist es aber, an die Gnade zu erinnern. Das ist einerseits schwieriger, weil dieses Erinnern uns viel zumutet. Aber es ist andererseits auch anregender, denn was in diesen fünfzig Jahren geschah, ist immer noch frohe Botschaft. Sie hat sich an vielen Orten ereignet. „Er wies darauf hin, dass es den Bischöfen hier gelang, ein existentielles „Wir“ zu formulieren. Und damit hätten sie eine bedeutsame Bewegung in Gang gesetzt. Er erinnerte an diese Orte in Lateinamerika und an die Personen, die ihr Leben für diese Botschaft gaben wie etwa Oscar Romero. Dieser sagte kurz vor seiner Ermordung: „Ich freue mich darüber,…dass unsere Kirche eben deshalb verfolgt wird, weil sie die vorrangige Option für die Armen getroffen hat und sich darum müht, die Anliegen der Armen zu ihren eigenen zu machen.“ Sobrino schloss seine Predigt mit einem Wort an Papst Franziskus: “ Ich will Papst Franziskus danken, der sich wieder in den Katakomben bewegt. Will seiner Weise danken, mit Humor und Schlichtheit, Kompromisslosigkeit und Zärtlichkeit die Kirche zu reformieren. Lasst uns ihm behilflich sein, ihm nicht nur applaudieren.“
Für Sobrino war die Einladung an die Versammlung und das Angebot, in Rom zu predigen, wie eine Rehabilition nach jahrzehnte langer Verfolgung durch die Glaubenskongregation. Die Audienz beim Papst trug das seine dazu bei: „Scrive, scrive“, „schreib weiter“, ermunterte er ihn.
Der Prior der Gemeinschaft der Steyler Missionare, welche die Katakombe hütet, erinnerte an die historische Bedeutung der Katakombe: „Die Katakomben als solche sind ein Ort der beginnenden Christenheit in Rom, die eigentlich vom Ursprung her Zeugnis geben von einer armen und verfolgten Kirche, einer Märtyrerkirche und so auch die Ursprünge des Christentums reflektieren, eine machtlose Kirche reflektieren, zum mindesten bis zur Zeit von Kaiser Konstantin.“
Tag 4

Luigi Bettazzi: Franziskus ist der Katakombenpakt

Kirchenhistoriker meinen, ein Konzil brauche 50 Jahre bis seine Anliegen umgesetzt seien. Mit dem Zweiten Vaticanum wird es wohl länger dauern, weil die letzten beiden Päpste kräftig auf die Bremse traten. Von Xaver Pfister, Rom

PapstF1

Das Zweite Vatikanum war ein Konzil der Europäer. Dank des lateinamerikanischen Episkopates, der eine Versammlung aller Bischöfe in Medellin organisierte, wurde es zu einem weltkirchlichen Ereignis. So der Jesuit Emmanuel aus Sri Lanka in einer Podiumsdiskussion, in der über nachkonziliare Aufbrüche in Europa, Asien und Afrika berichtet wurde. In der ersten Zeit nach dem Konzil bewegte sich die Kirche an vielen Orten. In der Schweiz und in Deutschland fanden Synoden statt, in denen um die Umsetzung des Konzis gestritten wurde. In einer zweiten Phase, die mit Johannes Paul II begann und bis zum Rücktritt des ehemaligen Glaubenswächters Benedikt XVI dauerte, wurde gegen das Konzil und seine Intentionen gearbeitet. Die bewusste Diffamierung der Befreiungstheologie durch Kardinal Ratzinger hat den Terror gegen Befreiungstheologen und Basisgruppen ermöglicht. Dass der letzte Papst die alten Papstkleider, die Insignien der Macht sind, hervorholte, wiederspricht der Selbstverpflichtung, die am Ende des Konzils von 57 Bischöfen unterzeichnet wurde: „Wir verzichten ein für alle Mal darauf, als Reiche zu erscheinen wie auch wirklich reich zu sein, insbesondere in unserer Amtskeildung (teure Stoffe, auffallende Farben)und in unseren Amtsinsignien, die nicht aus kostbarem Material – weder Gold noch Silber – gemacht sein dürfen, sondern wahrhaft und wirklich dem Evangelium entsprechen müssen.“
Diese Aufforderung hat Papst Franziskus zu Beginn seiner Amtszeit aufgenommen. Und so hat Bischof Bischof Luigi Bettazzi, der letzte noch lebende Bischof, der in den Domitilla-Katakomben den Pakt unterzeichnet hat, mit Recht formuliert: Der erneuerte Katakombenpakt ist Papst Franziskus selbst. Bischof Erwin Kräutler, der Vorarlberger in Amazonien, hat in seinem Referat ebenfalls zum Konzil gesprochen. Das Konzil fand nicht zuerst im Petersdom statt. Lebendig wurde es in den vielen Kommissionen und in den Diskussionen kleiner Gruppen; auch in den Vorträgen der Theologen, die als Experten eingeladen waren. So hat Hélder Câmara, einer der wichtigsten Konzilsväter, nie in der Aula gesprochen. Sein Werk war die Vernetzung der Bischöfe, die eine Reform der Kirche wollten. Zwei Themen hatte eine Gruppe engagierter Bischöfe, die sich zur Gruppe „Kirche der Armen“ zusammenschlossen in die Konzilstexte einbringen wollen. Die Option für die Armen und die arme Kirche. Das erste Thema konnten sie erfolgreich einbringen. Das zweite fand in der Konzilsaula kein Gehör. Der Katakombenpakt war eine Reaktion drauf.
Die Veranstalter des Kongresses zum Katakombenpakt, das Institut für Theologie und Politik und zwanzig Basisbewegungen, wollen nicht bei der Analyse stehen bleiben. Deshalb geht es im zweiten Teil der Tagung, um eine Erneuerung und Weiterentwicklung des Katakombenpaktes. Dieser Text soll keine Forderungen an andere enthalten, sondern Selbstverpflichtungen formulieren. Einen Unterstützungsbrief an Franziskus hatten Ende Oktober 300 Personen am kontinentalen Kongress für Theologie in Belo Horizonte/ Brasilien unterzeichnet: „Die Versuche (konservativer Kreise der Kurie),die Legitimität Deiner Art und Weise Bischof von Rom und Papst der Weltkirche zu sein, zu leugnen, werden vergebens sein, denn nichts kann der Güte und Zärtlichkeit widerstehen, von denen Du uns ein so leuchtendes Beispiel gibst.“

Tag 3

Papst Franziskus hat den Hauptreferenten der Versammlung „Hoffnung und Widerstand. Katakombenpakt erinnern und erneuern“ in der Casa Santa Marta empfangen und ihn aufgefordert, weiterzuschreiben. Ein Ereignis, das die radikale Wende, die Franziskus angestossen hat, ins Licht stellt. Von Xaver Pfister, Rom

Jon Sobrino wurde Jahre lang vom Präsidenten der Glaubenskongregation und von den beiden Päpsten Johannes Paul II und Benedikt XVI kritisiert und angefeindet. 2007 kritisierte er, die redaktionellen Eingriffe der Kurie in das Papier, dass die lateinamerikanischen Bischöfe in Aparecida entwickelten. Daraufhin versuchte der Vatikan Sobrino mit einer Notifikation zum Schweigen zu bringen. Sobrino weigerte sich aber diesen Text zu unterschreiben. Sobrino ist 1989 in San Salvador durch Zufall einem Attentat entkommen. Die Jesuitenkommunität wurde angegriffen. Das Militär ermordete acht Personen, darunter sechs Jesuiten. Sobrino blieb nur verschont, weil er ortsabwesend war. Franziskus hat ihn rehabilitiert.
Die Versammlung in Rom macht neben dem Katakombenpakt auch das Franziskusprojekt zu ihrem Thema. Die Reform, die Franziskus konsequent und gegen Widerstände betreibt, ist eine aktive Erinnerung an diesen Pakt, auch wenn sie noch von vielen anderen Impulsen angestossen wird.
Hatte Franziskus zu Anfang seines Pontifikates die Bischöfe und Kardinäle aufgefordert ihre goldenen Kreuze wegzulegen und durch einfachere und bescheidenere zu ersetzten, so nimmt er damit die zweite Verpflichtung des Paktes auf: „Wir verzichten ein für alle Mal darauf, als Reiche zu erscheinen wie auch wirklich reich zu sein, insbesondere in unserer Amtskleidung (teure Stoffe, auffallende Farben) und in unseren Amtsinsignien, die nicht aus kostbarem Metall- weder Gold noch Silber- gemacht sein dürfen, sondern wahrhaft und wirklich dem Evangelium entsprechen müssen.“
Der Katakombenpakt versuchte von der „Gruppe der Armen“ in die Diskussion eingbrachten aber nicht aufgenommenen Anliegen festzuschreiben und als persönliches Zeugnis zu leben.
Der Katakombenpakt fiel rasch aus der Beschreibung der Konzilsgeschichte heraus. Er wurde vergessen. Erst in den letzten Jahren wurde er neu entdeckt und durch das Franziskusprojekt erhält er neue Schubkraft.

2 Kommentare:

  1. Die Vertreter dieses Katakombenpaktes wollen die Kirche verweltlichen, weil manche Strukturen nicht mehr im ursprünglichen Sinn funktionieren. Das halte ich für falsch. Die Kirche darf nie zu einem Teil der Gesellschaft verweltlichen. Wir sind vielmehr das Kontrastprogramm. Das waren die Urchristen in der Zeit der ersten Verfolgung. Sie haben das wohlorganisierte Römische Imperium nur durch ihre Glaubwürdigkeit überwunden – als Märtyrer ohne Waffen.

  2. @Eduard Werner: Fast schon rührend Ihre Treue zum römischen hierarchischen System. Wenn da nur nicht die auf dem Altar des klerikalen Dogmatuîsmus geopferten BefreiungstheologInnen wären!

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