Der schleichende Exodus der Frauen. Kirche und Gender, Dialog Nr. 60

Wann:
9. Dezember 2019 um 18:30
2019-12-09T18:30:00+01:00
2019-12-09T18:45:00+01:00
Wo:
RomeroHaus
Kreuzbuchstr. 44
Luzern

 

Dialog Nr. 60: Kirche und Gender:                     

Der schleichende Exodus der Frauen

Mit Li Hangartner und Doris Strahm

  1. Dezember 2019 im RomeroHaus Luzern 60. Ökumenischer dialog

 

Vor einem Jahr haben sechs prominente Frauen, darunter die Politikerinnen Monika Stocker und Cécile Bühlmann, sowie die Theologinnen Doris Strahm und Regula Strobel, die röm.-kath. Kirche verlassen. Die Aussage von Papst Franziskus, dass Abtreibung Auftragsmord sei, brachte bei ihnen das Fass endgültig zum Überlaufen. Der Kampf für eine Entkriminalisierung der Abtreibung gehörte zu den Anliegen der Frauenbewegung, die sich in den Achtzigerjahren formierte. Die Kirche bewegt sich zu spät in Sachen Missbrauch, kaum in Sachen Homosexualität und in die falsche Richtung, wenn es um Genderdebatten geht. Für den Amazonas erwägt die Kirche den Einsatz von erprobten Männern als Priester, aber von Frauen ist nicht die Rede und ein Recht darüber abzustimmen haben sie nicht. Das und mehr führt zu einem schleichenden Exodus der Frauen, der nicht immer so sichtbar ist wie vor einem Jahr.

Gibt es im Männerbund der Kirche für kritische Frauen überhaupt noch eine Heimat? Was tun die Frauen die bleiben? Und wohin gehen jene, die gehen? Woran bauen jene, die gegangen sind? Was bringen Aktionen wie Maria 2.0, «Wir haben es satt» oder die «Junia-Initiative»? Wo steht die Diskussion unter den Frauen in der Kirche? Ein Dialog zur Gretchenfrage der Kirche!

Li Hangartner *1953 in Brunnen, Studium der Theologie 1976-1983 in Fribourg und Delhi; 1985-2006 Redaktionsmitglied der feministisch-theologischen Zeitschrift FAMA; 1987 Mitbegründerin von FrauenKirche Zentralschweiz und von 1989-2007 Leiterin Fachstelle Feministische Theologe; 1989-2017 Programmverantwortliche RomeroHaus Luzern; von 2010-2016 Radiopredigerin; gestaltet regelmässig Gottesdienste in der Pfarrei St. Josef Maihof und arbeitet als freischaffende Theologin und Referentin.

Doris Strahm *1953 in Zürich, Studium der Theologie in Luzern, Promotion an der Universität Fribourg zum Thema «Christologie von Frauen in Asien, Afrika und Lateinamerika», Lehraufträge an verschiedenen Universitäten der Schweiz und Dozentin im Studiengang Theologie (TKL), Mitgründerin der feministisch-theologischen Zeitschrift FAMA und des Interreligiösen Think-Tank, freischaffende feministische Theologin und Publizistin und seit 2014 im Vorstand der IG Feministische Theologinnen. www.doris-strahm.ch

 

Ort: RomeroHaus, Kreuzbuchstrasse 44, 6006 Luzern

Veranstaltungsdauer: 18.30h bis ca. 21.20h

Unkostenbeitrag: Er beträgt 15 Franken (inklusiv Pausenkaffee); eine Anmeldung ist nicht nötig.

Trägerschaft: Das Forum für offene Katholizität (FOK) ist getragen von der Überzeugung, dass katholisches Denken weiterreicht, als kirchlich-dogmatische Engführungen glauben machen wollen. Das FOK organisiert die Dialoge zusammen mit dem RomeroHaus und dem Verein tagsatzung.ch.

Kerngruppe: Brigitte Durrer, Josef Estermann, Paul Jeannerat, Leo Karrer, Alois Odermatt, Vera Rüttimann, Thomas Staubli

 

 

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 Religiös-Gesellschaftliche Brennpunkte In der Schweiz

 

Dialog Nr. 61 20. Januar 2020

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«Queer leben und glauben»

Ein Dialog zu Kirche und LGBT mit Bruno Fluder und

Susanne Andrea Birke im RomeroHaus, Kreuzbuchstr. 44, Luzern

Dialog Nr. 62 30. März 2020

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«Der Schöpfer hat sich nicht geirrt»

Der Dialog zur Herbert-Haag-Preisverleihung für Freiheit in der Kirche mit Hedwig Porsch, Ondrey Prostredník, Pierre Stutz & Thomas Pöschl im RomeroHaus, Kreuzbuchstr. 44, Luzern

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Ausser Dialog Nr. 62 finden alle Dialoge jeweils am Montagabend von 18.30-ca. 21.20 Uhr statt.

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