Medienmitteilung (anlässlich der Medienkonferenz vom 28. Januar 2008)
Ordentliche Generalversammlung des Förderkreises aufbruch 2011
Zeit: Donnerstag, 5. Mai 2011,
20.15 bis 21.10 Uhr Ort: Centrum 66 am Hirschengraben
66 in Zürich Traktanden:
1. Begrüssung 2. Wahl des Stimmenzählers: Wolf
Südbeck-Baur wird gewählt. 3. Protokoll der GV vom 29. April 2010:
mit bestem Dank an den Protokollanten genehmigt. 4. Jahresbericht 5. Finanzen 6. Decharge 7. Wahlen 9. Varia: keine Wortmeldung. Für das Protokoll: Paul Bösch
Medienmitteilung der Zeitschrift „aufbruch“ vom
29. September 2010 Lukas Niederberger neu beim „aufbruch“ Der bekannte Publizist Lukas Niederberger (46)
wird Redaktor der Zeitschrift „aufbruch“. Mit dem ehemaligen
Jesuitenpater und langjährigen Direktor der Bildungsinstitution
Lassalle-Haus Bad Schönbrunn will das kirchen-unabhängige Magazin
verstärkt Impulse für spirituelle Aufbrüche und für eine kritische,
über die Ränder der Glaubensgemeinschaften hinausblickende
Religiosität geben. Niederberger hat sich einen Namen gemacht als
Buchautor, Referent und Kursleiter im Bereich Selbstmanagement und
Spiritualität. Ab November ist er nun zusammen mit dem bisherigen
Redaktor Wolf Südbeck-Baur verantwortlich für die Gestaltung des
achtmal jährlich erscheinenden Heftes (48 Seiten), er löst Sabine
Schüpbach ab. Daneben wirkt er weiterhin als Zentralredaktor des
Kantonalen Pfarreiblatts Luzern.
Präsident René
Schurte begrüsst die 13 Anwesenden (Frauke Decurtins hat sich
entschuldigt). Er würdigt Erwin Koller, der nach fast zehn Jahren
Zugehörigkeit zum aufbruch-Vorstand zurücktritt. Als Theologe und
Journalist sei der Gründer der Fernsehsendung „Sternstunden“ im
aufbruch-Vorstand eine „Idealbesetzung“ gewesen. Unter anderem auch
als Vizepräsident der Herbert Haag-Stiftung sei er ein bedeutender
Vermittler und Türöffner gewesen, und bei den Verhandlungen mit
unserer Partnerzeitung Publik-Forum habe er eine wichtige Rolle
gespielt. Sehr geschätzt habe er auch Kollers überlegte und klare
Voten an den Vorstandssitzungen, sagte Schurte.
Präsident
René Schurte kommentierte den im Internet einsehbaren
Jahresbericht 2010 (bitte
anklicken!) und dankt allen, die zum Wohl des aufbruch beigetragen
haben.
Der
Finanzverantwortliche Rolf Koch erläuterte die Jahresrechnung 2010
(auch dazu sind die Eckdaten im Jahresbericht 2010 einsehbar).
Im Namen auch seiner Mit-Revisorin Rahel Bürki und mit Dank an den
Rechnungsführer Rolf Koch beantragte Viktor Hug Genehmigung der
einwandfrei geführten Rechnung. Sie wird einstimmig (ohne
Enthaltungen) genehmigt.
Rolf Koch stellte sodann das Budget 2011
vor (siehe den Jahresbericht). Dabei gab er bekannt, dass er vom
Vorstand an dessen Sitzung vom 5. Mai beauftragt worden sei, für das
Jahr 2012 Vorschläge für die Behebung des strukturellen Defizits
vorzulegen. Ohne Gegenstimme und Enthaltung wurde das Budget 2011
genehmigt.
Diese wurde dem
Vorstand ohne Gegenstimme erteilt.
Per Akklamation
wurden die Vorstandsmitglieder Paul Bösch (Zürich, Aktuar), Rolf
Keller (Wölflinswil, Informatik und Website) und Rolf Koch (Basel,
Finanzen) für eine weitere zweijährige Amtszeit bestätigt. Ebenfalls
per Akklamation wurde Hans Schirmer (66, Winterthur) als neues
Mitglied des Vorstands gewählt; der pensionierte Leiter einer
Ausbildungsstätte für Jugendliche kennt den aufbruch als
langjähriger Abonnent und übernimmt im aufbruch-Vorstand die
geschäftsleiterischen Aufgaben.
Anstelle des zurückgetretenen
Revisors Emmerich Hafner wurde per Akklamation gewählt: Rahel Bürki
(Aeugst am Albis).
PS. Der GV ging ein öffentlicher Vortrag des zurücktretenden
Vorstandsmitglieds Erwin Koller voraus, Thema: „Meine Begegnungen
mit dem Dalai Lama – Warum fasziniert er uns trotz seiner tragischen
Geschichte?“
Ordentliche Generalversammlung des Förderkreises aufbruch 2010
Zeit: Donnerstag, 29. April 2010, 19.30 bis 20.30 UhrOrt: Centrum 66 am Hirschengraben 66 in Zürich
Anwesende:
Vorstand: René Schurte (Präsident), Sarah Biotti, Paul Bösch (Protokoll),
Hanni Honegger, Rolf Keller, Rolf Koch, Erwin Koller.
Redaktion: Sabine Schüpbach, Wolf Südbeck-Baur
Revisor: Viktor Hug
Mitglied: Peter Honegger
Entschuldigt: Frauke Decurtins, Margrit Lanz (Administratorin).
1. Begrüssung durch den Präsidenten René Schurte.
2. Wahl des Stimmenzählers
: Wolf Südbeck-Baur wird gewählt.3. Protokoll der GV vom 29. April 2009: mit bestem Dank an den Protokollanten genehmigt.
4. Jahresbericht
Präsident René Schurte kommentierte den
Jahresbericht
2009. Als Schwerpunkte des vergangenen Jahres bezeichnet er die „sehr
gut eingespielte“ Zusammenarbeit mit der Partnerzeitung
Publik-Forum sowie die Anstrengungen zur Gewinnung von
Neuabonnenten. Die Zahl der bezahlten Abonnemente konnte von 3200 auf 6500
gesteigert werden. Nun gehe es darum, diese Zahl einigermassen zu halten.
René Schurte sprach Patrick Dütschler und Camil Schmid, die für den
aufbruch engagiert
Telefonmarketing betrieben haben, seinen Dank aus. Dank stattete er auch der
Administratorin Margrit Lanz ab, den Mitgliedern des Vorstandes, der
Redaktion, den Revisoren, allen AbonnentInnen und FörderabonnentInnen, den
SpenderInnen, den Darlehensgebern sowie der Herbert Haag-Stiftung für deren
namhafte Unterstützung.
Der Finanzverantwortliche Rolf Koch erläuterte die Jahresrechnung 2009, die mit einem Defizit von 14'463 Fr. abschliesst (statt des budgetierten Plus von 20'240 Fr.). Das Jahr war geprägt von umfangreichen Marketing-Massnahmen, deren Bruottoaufwendungen in den Jahren 2008 und 2009 Fr. 330'000 betrugen. Dafür waren 2009 die Einnahmen aus den Abos mit Fr. 532'061 bedeutend höher als 2008 (Fr. 253'372). Die Absprungrate sei deutlich höher als erwartet, und die Hoffnung auf schwarze Zahlen muss, so Koch, auf das Jahr 2011 verschoben werden. Die Erhöhung des Budgets für die Administration sei angesichts des Mehraufwands unbedingt nötig gewesen, ebenso der Rückgriff auf Darlehen. Die Verschuldung ist auf Fr. 66'396 gestiegen. Rolf Koch orientierte ferner, dass der aufbruch per 2010 mehrwertsteuerpflichtig geworden sei.
Im Namen auch seines Mit-Revisors Emmerich Hafner beantragte Viktor Hug Genehmigung der Rechnung. Diese sei einwandfrei geführt und im Vergleich zu früheren Jahren viel umfangreicher geworden. Der erwartete Streifen am Horizont werde noch immer vermisst. Hug rief zu Anstrengungen auf, damit das Budget 2010 eingehalten werden kann, und äusserte den Eindruck, dass gewisse Sparmassnahmen durchaus möglich seien. Mit 8 Ja-Stimmen und ohne Gegenstimme und Enthaltung wurde die Rechnung 2009 genehmigt.
Rolf Koch stellte sodann das Budget 2010 vor, das – bei der vorsichtigen Annahme von 5000 Abonnementen – erstmals seit langem wieder einen Gewinn vorsieht (Fr. 46'100) und die Verschuldung auf Fr. 20'300 reduzieren soll. Mit 8 Ja-Stimmen und ohne Gegenstimme und Enthaltung wurde das Budget genehmigt.
6. Decharge: Diese wurde dem Vorstand ohne Gegenstimme erteilt.
7. Wahlen
8. Statutenrevision (Änderung im Untertitel des
aufbruch und im Vereinsnamen)
Auf Antrag des Vorstands wurden mit 10 Ja-Stimmen und ohne Gegenstimme die
folgenden Artikel der Vereinsstatuten wie folgt geändert:
In Artikel 1 der
Statuten statt:
In Artikel 3 der Statuten statt:
Per Akklamation wurden die Vorstandsmitglieder
René Schurte (Präsident, Zürich),
Hanni Honegger (Rüti ZH) und
Erwin Koller (Uster) für eine
weitere zweijährige Amtszeit bestätigt. Ebenfalls per Akklamation wurde die
Theologin Sarah Biotti aus Bern
(34) als neues Mitglied des Vorstands gewählt; sie hat den
aufbruch bereits als langjähriges
Mitglied des Redaktionsteams kennengelernt. Im Amt bestätigt wurde ferner
Revisor Viktor Hug. Da sein
Kollege Emmerich Hafner
zurücktritt, wurde der Vorstand beauftragt, der Generalversammlung 2011
einen neuen Revisor vorzuschlagen. Emmerich Hafner, der seit 1996 als
Revisor amtete, sei an dieser Stelle für seinen Einsatz zugunsten des
aufbruch herzlich gedankt.
„Der Förderkreis aufbruch – Zeitung für Religion und Gesellschaft“ (kurz: Förderkreis
aufbruch) ist ein Verein
gemäss Art. 60ff ZGB“
neu:
„Der Förderkreis aufbruch ist ein Verein gemäss Art. 60ff ZGB“
„Zweck des Vereins ist die Herausgabe der Zeitung „aufbruch
– Zeitung für Religion und Gesellschaft“ (kurz:
aufbruch)“
neu:
„Zweck des Vereins ist die Herausgabe der Zeitschrift „aufbruch
– unabhängige Zeitschrift für Religion und Gesellschaft“ (kurz:
aufbruch)“
In Artikel 7 der
Statuten statt:
„– Ausrichtung der Zeitung gemäss Artikel 3 der Statuten“
neu:
„– Ausrichtung der Zeitschrift gemäss Artikel 3 der Statuten“
9. Varia: keine Wortmeldung.
Zeit: Mittwoch, 29. April 2009, 17.30 bis 18.37 Uhr
Ort: Hörsaal HAH-F-1 der Universität Zürich am Häldeliweg 2 in Zürich
Anwesende:
Vorstand: René Schurte (Präsident), Paul Bösch (Protokoll), Frauke Decurtins, Hanni Honegger, Rolf Keller, Rolf Koch.
Redaktion: Sabine Schüpbach, Wolf Südbeck-Baur
Revisoren: Emmerich Hafner, Viktor Hug
Gäste: Patrick Dütschler, Peter Honegger, Camil Schmid
Entschuldigt: Margrit Lanz (Administratorin), Katia Murmann, Erwin Koller (letzterer bereits im Einsatz für die anschliessende Vortragsveranstaltung).
Begrüssung. Präsident René Schurte begrüsst die Anwesenden und erläutert: Stimmberechtigt an der GV sind alle Mitglieder des Förderkreises – all jene, die den Mitgliederbeitrag (Fr. 20.–) entrichtet haben (in Form eines Aufschlags auf dem Abo-Preis: „Förderabo“).
Wahl der StimmenzählerInnen. Wolf Südbeck-Baur stellt sich zur Verfügung.
Abnahme des Protokolls der GV vom 29. Mai 2008: Ohne Einwände und mit bestem Dank an die Protokollführerin Frauke Decurtins genehmigt.
Jahresbericht. René Schurte stellt den Jahresbericht 2008 vor und würdigt dabei auch die Verdienste von Frauke Decurtins, die nach 15-jähriger Zugehörigkeit aus dem Vorstand zurücktritt. Er dankt allen, die es möglich gemacht haben, dass „der aufbruch im Aufbruch ist“. Ohne Bemerkungen nimmt die Versammlung den Bericht ab.
Finanzen. Der Finanzverantwortliche Rolf Koch erläutert die Jahresrechnung 2008, die mit einem Defizit von 51'933 Franken zu Buche schlägt, ferner das Budget 2009, das den aufbruch dank der vielen Neu-Abos wieder in die Gewinnzone führen dürfte (budgetierter Gewinn Fr. 16'240.–). „Es ist erfreulich, dass wir weiterkutschieren können“, sagt er. Namens der Revisoren beantragt Viktor Hug Genehmigung der als korrekt befundenen Rechnung. Er sieht einen „Streifen am Horizont“ und dankt Rolf Koch für die „immense Mehrarbeit“ der letzten Zeit. Die Versammlung heisst Rechnung und Budget einstimmig gut.
Decharge: wird dem Vorstand einstimmig erteilt.
Wahlen. Für eine weitere zweijährige Amtszeit stellen sich Rolf Keller und Rolf Koch zur Verfügung. Als neues Vorstandsmitglied ist Paul Bösch, bis Ende 2008 aufbruch-Redaktor, vorgeschlagen. Die Vorgeschlagenen werden per Akklamation (wieder)gewählt.
Revision der Statuten des Förderkreises aufbruch. Paul Bösch begründet die Anträge, die vom Vorstand an zwei Sitzungen vorberaten und Mitte März 2009 ins Internet (www.aufbruch.ch) gestellt und im aufbruch zur Einsichtnahme ausgeschrieben worden sind. Mit der Revision werden die folgenden Ziele verfolgt: Die Zielsetzung von Verein und Zeitung wird an die Leitlinien von 2003 angepasst; die Mitgliedschaft wird genauer definiert, und die Ansetzung des Mitgliederbeitrags wird in die Kompetenz des Vorstandes geben; die Stellung der festangestellten Redaktoren und der Administratorin im Vorstand wird gemäss der geltenden, bewährten Praxis definiert (sie sind Vorstandsmitglieder von Amtes wegen ohne Entscheidungsbefugnis in Angelegenheiten ihrer eigenen Anstellung); die Amtszeitbeschränkung für Vorstandsmitglieder wird aufgehoben. Die Versammlung heisst alle Anträge einstimmig gut und beschliesst zusätzlich je eine Ergänzung bei den Geschäften der GV (Genehmigung des Jahresberichts, Punkt 6) und bei den Aufgaben des Vorstandes (Festlegung der Abo-Preise, Punkt 7).
Varia
Patrick Dütschler und Camil Schmid, die Geschäftsführer der „Spiritline GmbH“, stellen sich und ihr Telefonmarketing-Unternehmen vor. Sie haben innert eines Jahres 3250 neue aufbruch-Abos gewonnen und wollen die Zahl bis Ende 2009 auf 7000 steigern. Sie danken dem Vorstand für die Unterstützung und versprechen, dass der aufbruch immer erste Priorität haben werde. Der Präsident spricht Patrick Dütschler und Camil Schmid im Namen der GV einen herzlichen Dank für ihren grossen Einsatz aus.
„aufbruch“ im Aufwind
Eine Zeitung mit 38 Prozent mehr Abos - Wie keine andere Schweizer Zeitung ist der „aufbruch“, die unabhängige Zeitung für Religion und Gesellschaft, auf Wachstumskurs.
Zählte die achtmal jährlich erscheinende Zeitung Ende April 2008 noch 3189 bezahlte Exemplare, so stieg die verkaufte Auflage bis Ende Jahr auf 4397 Hefte. Dies ist eine Steigerung von 38 Prozent innerhalb von acht Monaten; hochgerechnet auf ein Jahr beträgt die Zunahme sogar knapp 57 Prozent. Damit konnte die ökumenische und von Kirchen unabhängige religiöse Zeitung, die kurz nach ihrer Gründung (1988) 11'500 Abonnenten beliefert hatte, einen jahrelangen Auflageschwund in ein bemerkenswertes Wachstum verwandeln – entgegen dem Abwärtstrend bei den meisten Printmedien.
Die Trendumkehr hat – neben dem zunehmenden Interesse für aufgeschlossene Religiosität – vor allem zwei Gründe. Zum einen arbeitet die Zeitung seit Januar 2008 mit „Publik-Forum“ zusammen, der deutschen „Zeitung für kritische Christen“. Die Kooperation war durch die von Professor Hans Küng präsidierte Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche angeregt worden und machte den „aufbruch“ attraktiver. Anstelle von 16 Schwarzweiss-Seiten im grossen Zeitungsformat präsentiert der „aufbruch“ seither mindestens 48 Farb-Seiten im kleineren Tabloid-Format. Entsprechend grösser und vielfältiger ist auch der Inhalt, der teilweise von der Redaktion des „Publik-Forum“ beigesteuert wird.
Zum andern nutzt der „aufbruch“ die gesteigerte Attraktivität für die Werbung. Seit Mai 2008 ist ein Team von jungen Marketing-Leuten daran, neue Abonnemente zu generieren – mit Erfolg, wie sich’s zeigt. Diese Anstrengungen werden auch im Jahr 2009 unvermindert fortgesetzt. Da dies für die Herausgeberschaft, den Verein „Förderkreis aufbruch“, grosse finanzielle Vorleistungen bedeutet, ist im laufenden Jahr allerdings noch nicht an eine Reinvestierung der Mehreinnahmen (beispielsweise für einen Ausbau des redaktionellen Angebots) zu denken. Den grössten Teil seiner Einnahmen erzielt der „aufbruch“ mit den Abonnementen. Hinzu kommen Inserateeinnahmen und Spenden. Die von der „aufbruch“-Redaktion produzierten Seiten gehen auch an 1120 Schweizer Bezügerinnen und Bezüger von „Publik-Forum“.
GV des
Förderkreises aufbruch vom 29. Mai 2008
Das Protokoll der ausserordentlichen GV vom 26. September 2007 wurde mit bestem Dank an die Aktuarin Frauke Decurtins einstimmig genehmigt.
Ebenfalls einstimmig wurde der von Präsidentin Brigitte Horváth erläuterte Jahresbericht 2007 abgenommen.
Der Recherchierfonds zur Finanzierung grosser Recherchen wurde auf Antrag des Vorstands zugunsten des ordentlichen Vermögens aufgehoben. Intensiv recherchierte Berichte sind auch weiterhin möglich. Der Entscheid fiel einstimmig aus.
Aufgrund der Erläuterungen des Finanzverantwortlichen Rolf Koch sowie gemäss der Empfehlung der Rechnungsrevisoren Viktor Hug und Emmerich Hafner wurde die Rechnung 2007 einstimmig gutgeheissen. Sie weist ein Defizit von Fr. 18’920.– aus. Genehmigt wurde sodann das Budget 2008, das mit einer „schwarzen Null“ (Überschuss von Fr. 252.–) abschliesst.
Die Versammlung erteilte dem Vorstand hierauf einstimmig Decharge.
|
René Schurte |
Im Weiteren wurden die Vorstandsmitglieder Hanni Honegger und Erwin Koller für eine weitere zweijährige Amtszeit bestätigt.
Aktuarin Frauke Decurtins kündete ihren Rücktritt per Ende 2008 an.
Bei einer Gegenstimme wurde schliesslich der Mitgliederbeitrag
an die neuen Abo-Preise angepasst. Nach der Anhebung des normalen
Abo-Preises auf Fr. 80.– würde der 2007 festgesetzte Mitgliederbeitrag
von Fr. 25.– zur Folge haben, dass die Fördermitglieder auf Fr. 105.–
lautende Abo-Rechnungen erhalten. Im Interesse einer „geraden“ Zahl (Fr.
100.–) wurde der Mitgliederbeitrag um 5 Franken auf 20 Franken gesenkt.
Anders als der Abo-Preis, der vom Vorstand festgesetzt wird, unterliegt
der Mitgliederbeitrag dem Beschluss der Generalversammlung.
|
aufbruch-Veranstaltung mit Eugen Drewermann Nach der
Generalversammlung fand am 29. Mai in der Offenen Kirche Elisabethen
(Basel) eine öffentliche aufbruch-Veranstaltung mit Eugen Drewermann
statt. Der von gut 400 Personen besuchte Anlass wurde moderiert von
aufbruch-Vorstandsmitglied Erwin Koller. Der bekannte Theologe und
Psychotherapeut Drewermann sprach während anderthalb Stunden ohne
Manuskript (!) zum Thema »Von der Unfreiheit des freien Willens –
Neurologie und Theologie im Gespräch«. |
![]() |
"Wir entscheiden nicht frei,
auf welchen Lebenszug wir springen"
Von Patrick Dütschler / Kipa
Basel, 30.5.08 (Kipa) Im Rahmen einer Veranstaltung der ökumenischen Schweizer Zeitung aufbruch sprach der Theologe und Psychotherapeut Eugen Drewermann am Donnerstag, 29. Mai, in Basel zum Thema Willensfreiheit. In seinem Vortrag versuchte er aufzuzeigen, wie die Vorstellung einer absoluten Entscheidungsfreiheit des Menschen als Illusion zu enttarnen sei: "Wir entscheiden nicht frei, auf welchen Lebenszug wir springen."
Die Veranstaltung stiess auf grosses Interesse: Die Offene Kirche Elisabethen war beinahe bis zum letzen Platz gefüllt, als der ebenso bekannte wie umstrittene Theologe Eugen Drewermann seinen Vortrag zur "Unfreiheit des freien Willens" begann. Dabei umriss er in grossen Bögen die Geschichte des Freiheitsdenkens von den Anfängen in der griechischen Philosophie bis zur Beschreibung hirnphysiologischer Vorgänge in der modernen Neurologie.
Grundanliegen der Reformatoren
Im Streit mit den Humanisten waren sich die Reformatoren
in dieser Frage weitgehend einig, sagte Drewermann. Der Mensch könne nicht gut
sein, nur weil er will. Eine solche Machtverfügung im Innenbereich des
menschlichen Herzens sei unmöglich. In Luthers Schrift "Von der Freiheit eines
Christenmenschen" finde sich dieser Gedanke im Ausspruch, dass das Gesetz einem
Menschen nur sage, was er tun soll – es ihm aber nicht die Kraft dazu gebe.
Drewermann bezeichnete das Erbe der Reformation als das "Beste der Theologiegeschichte" und verwies darauf, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Psychoanalyse in vielen Punkten den Aussagen der Reformatoren folgte. Die Psychoanalyse sehe alles menschliche Denken, Reden und Handeln in einem erweiterten Gesamtzusammenhang, so Drewermann. "Jede Entscheidung ist die Folge kausaler Zusammenhänge." Nichts geschehe ohne Grund.
Schon Buddha habe vor 2500 Jahren auf die Frage nach dem Bösen in der Welt geantwortet: "Natürlich gibt es Gutes und Böses. Aber beides hat seine Ursachen." Spannend sei, wie heute die moderne Neurologie genau diese Einsicht zu bestätigen scheint. Es seien, so Drewermann, vor allem die Erfahrungen der frühen Kindheit, welche in drastischer Weise unser ganzes weiteres Leben bestimmten.
Genetische Einflüsse
Auch bereits die Genetik habe wesentlichen Einfluss
darauf, ob und wie wir uns als Individuum entfalten würden. So folgerte
Drewermann, dass beispielsweise in der Rechtswissenschaft, jede Tat, und sei sie
noch so verwerflich im moralischen Sinne, in diesem erweiterten
Gesamtzusammenhang gesehen werden müsse.
Die Naturwissenschaft könne uns zeigen, wie etwas ist. An einem Forschungsobjekt werden Erkenntnisse abgewonnen – dabei bleibe aber das Subjektive stets aussen vor. "Die Naturwissenschaft liefert keinen Beitrag zu Ethik. Sie kann nicht zeigen, wie wir uns entscheiden sollen."
Die Wissenschaft erhelle zwar die Umstände und eine Entscheidung werde dadurch leichter, doch am Schluss stehe stets eine konkrete Person, welche sich so oder so entscheide. "Ich kann ein guter Naturwissenschaftler sein und gleichzeitig ein schlechter Mensch." Es gebe deshalb auch in der Wissenschaft nicht nur um objektive Erkenntnis, sondern auch um subjektives Verstehen.
Dies sei im Grunde der Ansatz der Psychoanalyse als einer hermeneutisch-subjektiven und naturwissenschaftlich-objektiven Wissenschaft über den Menschen. Ein Ansatz, den sich in ähnlicher Weise bei den Reformatoren finde und der auch "bei dem Mann aus Nazareth" bereits zum Tragen komme.
(kipa/ppd/ak/job)
Medienmitteilung (anlässlich der Medienkonferenz vom 28. Januar 2008)
Internationale Stimme kritischer Christen
Neulancierung von
«aufbruch – ZEITUNG FÜR RELIGION UND GESELLSCHAFT»
aufbruch, die unabhängige und überkonfessionelle Schweizer Zeitung für Religion und Gesellschaft, baut ihr Angebot stark aus und wird international – dank der Zusammenarbeit mit der deutschen Zeitung Publik-Forum und dank einer Anregung des Theologen Hans Küng.
Professor Hans Küng hatte eine publizistische Stimme im deutschen Sprachraum angeregt, die kirchliche Vorgänge «kritisch begleitet und Perspektiven für ein zukunftsweisendes christliches Handeln aufzeigt». In seiner Eigenschaft als Präsident der «Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche» ermunterte er deshalb den aufbruch und die deutsche Zeitung Publik-Forum, eine Zusammenarbeit zu prüfen. Beide Zeitungen sind Produkte des nachkonziliären Aufbruchs, und beide stehen unabhängig und überkonfessionell für ein offenes Christentum und für soziale Verantwortung ein. Im September 2007 wurde ein Kooperationsvertrag zwischen aufbruch und Publik-Forum unterzeichnet. Am 28. Januar 2008 ist der aufbruch nun erstmals in neuer Form erschienen.
Die Kooperation bedeutet keine Übernahme oder Fusion. Ziel ist die Zusammenarbeit bei der redaktionellen Gestaltung der beiden eigenständigen Zeitungen. Der aufbruch behält seinen Titel bei, doch anstelle der bisherigen 16 Schwarzweiss-Seiten im Zeitungsformat werden nunmehr 48 Seiten in Farbe und im kleineren Tabloid-Format präsentiert. Die Redaktion des Publik-Forum stellt den 32-seitigen Kernteil her – unter Mitwirkung des aufbruch-Redaktionsteams. Er behandelt aktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft, Religion und Kirchen in internationaler Sicht. Der 16 Seiten umfassende Mantelteil wird von der aufbruch-Redaktion produziert und enthält Berichte und Kommentare über religiöse Vorgänge, spirituelle Aufbrüche und ethische Fragen in der Schweiz.
Dem aufbruch bringt diese Kooperation grosse Vorteile. Die Zeitung kann ihr Angebot beträchtlich ausbauen, sie wird Teil einer internationalen Stimme für ein offenes Christentum, profitiert von journalistischen und verlegerischen Synergien und kann ihre Finanzen nachhaltig konsolidieren, ohne die Eigenständigkeit aufgeben zu müssen. Obwohl die Abonnentenzahl nach einem langjährigen Rückgang in letzter Zeit wieder leicht gesteigert werden konnte, war der aufbruch immer wieder von Finanzknappheit bedroht.
Die Publik-Forum-Abonnenten in der Schweiz erhalten ein Kombi-Abonnement: zusätzlich zu den 24 Publik-Forum-Ausgaben pro Jahr achtmal die 16 von der aufbruch-Redaktion hergestellten Seiten.
Der aufbruch erscheint seit 1988 jährlich achtmal und wird von einem unabhängigen Verein («Förderkreis aufbruch») herausgegeben, der auch Arbeitgeber der beiden Redaktoren sowie der Abo-Verwalterin und Layouterin ist. Der aufbruch geht an 3923 zahlende Abonnenten, darunter 1058 Schweizer Publik-Forum-Abonnenten, die die aufbruch-Seiten im Rahmen eines Kombi-Abonnements beziehen (Stand Jan. 08).
Über den neuen aufbruch, die Zusammenarbeit mit Publik-Forum sowie über die publizistische Bedeutung dieses Neuanlaufs haben am 28. Januar 2008 an einer Medienkonferenz in Zürich die folgenden Referenten orientiert: Dr. Erwin Koller, Vizepräsident der Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche und Vorstandsmitglied des Förderkreises aufbruch, Dr. Wolfgang Kessler, Chefredaktor Publik-Forum (Frankfurt), die aufbruch-Redaktoren Wolf Südbeck-Baur und Paul Bösch, Irene Gysel, Kirchenrätin der evanglisch-reformierten Landeskirche Zürich, sowie Dr. Karl-Josef Kuschel, Professor für Theologie des interreligiösen Dialogs (Tübingen).