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Erwin Koller ist neu Ehren-Herausgeber des aufbruch

Erwin Koller, langjähriges Vorstandsmitglied des Fördervereins aufbruch, bleibt dem aufbruch als Ehren-Herausgeber verbunden.  Der Erfinder der sonntäglichen Fernsehsendung “Sternstunden (Religion, Philosophie und Kunst)” wird den aufbruch weiterhin publizistisch begleiten und wie in der letzten Ausgabe mit seinen Kommentaren bereichern.

„Als Journalist weiss ich: Es gibt Publikationen, die unverzichtbar sind. Dazu gehört die Zeitschrift aufbruch. Nicht etwa, weil niemand sonst von Aufbrüchen in Kirchen und Religionen träumte. Sondern weil der aufbruch acht Mal im Jahr - zusammen mit dem Publik-Forum - aufzeigt, wo solche Träume umgesetzt und wie sie zu einer gesellschaftspolitischen Kraft werden. Und weil wir uns doch nach Menschen und Kirchen sehnen, die Tag für Tag die Zerbrechlichkeit des Lebens in Schutz nehmen. Welches Geheimnis der Religion könnte grösser sein?“

Erwin Koller

Erwin Koller

Ordentliche Generalversammlung des Förderkreises aufbruch 2011

Zeit: Donnerstag, 5. Mai 2011, 20.15 bis 21.10 Uhr

Ort: Centrum 66 am Hirschengraben 66 in Zürich

Traktanden:

1. Begrüssung
Präsident René Schurte begrüsst die 13 Anwesenden (Frauke Decurtins hat sich entschuldigt). Er würdigt Erwin Koller, der nach fast zehn Jahren Zugehörigkeit zum aufbruch-Vorstand zurücktritt. Als Theologe und Journalist sei der Gründer der Fernsehsendung „Sternstunden“ im aufbruch-Vorstand eine „Idealbesetzung“ gewesen. Unter anderem auch als Vizepräsident der Herbert Haag-Stiftung sei er ein bedeutender Vermittler und Türöffner gewesen, und bei den Verhandlungen mit unserer Partnerzeitung Publik-Forum habe er eine wichtige Rolle gespielt. Sehr geschätzt habe er auch Kollers überlegte und klare Voten an den Vorstandssitzungen, sagte Schurte.

2. Wahl des Stimmenzählers: Wolf Südbeck-Baur wird gewählt.

3. Protokoll der GV vom 29. April 2010: mit bestem Dank an den Protokollanten genehmigt.

4. Jahresbericht
Präsident René Schurte kommentierte den im Internet einsehbaren Jahresbericht 2010 (bitte anklicken!) und dankt allen, die zum Wohl des aufbruch beigetragen haben.

5. Finanzen
Der Finanzverantwortliche Rolf Koch erläuterte die Jahresrechnung 2010 (auch dazu sind die Eckdaten im Jahresbericht 2010 einsehbar).
Im Namen auch seiner Mit-Revisorin Rahel Bürki und mit Dank an den Rechnungsführer Rolf Koch beantragte Viktor Hug Genehmigung der einwandfrei geführten Rechnung. Sie wird einstimmig (ohne Enthaltungen) genehmigt.
Rolf Koch stellte sodann das Budget 2011 vor (siehe den Jahresbericht). Dabei gab er bekannt, dass er vom Vorstand an dessen Sitzung vom 5. Mai beauftragt worden sei, für das Jahr 2012 Vorschläge für die Behebung des strukturellen Defizits vorzulegen. Ohne Gegenstimme und Enthaltung wurde das Budget 2011 genehmigt.

6. Decharge
Diese wurde dem Vorstand ohne Gegenstimme erteilt.

7. Wahlen
Per Akklamation wurden die Vorstandsmitglieder Paul Bösch (Zürich, Aktuar), Rolf Keller (Wölflinswil, Informatik und Website) und Rolf Koch (Basel, Finanzen) für eine weitere zweijährige Amtszeit bestätigt. Ebenfalls per Akklamation wurde Hans Schirmer (66, Winterthur) als neues Mitglied des Vorstands gewählt; der pensionierte Leiter einer Ausbildungsstätte für Jugendliche kennt den aufbruch als langjähriger Abonnent und übernimmt im aufbruch-Vorstand die geschäftsleiterischen Aufgaben.
Anstelle des zurückgetretenen Revisors Emmerich Hafner wurde per Akklamation gewählt: Rahel Bürki (Aeugst am Albis).

9. Varia: keine Wortmeldung.
PS. Der GV ging ein öffentlicher Vortrag des zurücktretenden Vorstandsmitglieds Erwin Koller voraus, Thema: „Meine Begegnungen mit dem Dalai Lama – Warum fasziniert er uns trotz seiner tragischen Geschichte?“

Für das Protokoll: Paul Bösch


Medienmitteilung der Zeitschrift „aufbruch“ vom 29. September 2010

Lukas Niederberger neu beim „aufbruch“

Der bekannte Publizist Lukas Niederberger (46) wird Redaktor der Zeitschrift „aufbruch“. Mit dem ehemaligen Jesuitenpater und langjährigen Direktor der Bildungsinstitution Lassalle-Haus Bad Schönbrunn will das kirchen-unabhängige Magazin verstärkt Impulse für spirituelle Aufbrüche und für eine kritische, über die Ränder der Glaubensgemeinschaften hinausblickende Religiosität geben. Niederberger hat sich einen Namen gemacht als Buchautor, Referent und Kursleiter im Bereich Selbstmanagement und Spiritualität. Ab November ist er nun zusammen mit dem bisherigen Redaktor Wolf Südbeck-Baur verantwortlich für die Gestaltung des achtmal jährlich erscheinenden Heftes (48 Seiten), er löst Sabine Schüpbach ab. Daneben wirkt er weiterhin als Zentralredaktor des Kantonalen Pfarreiblatts Luzern.

Lukas Niederberger 


Ordentliche Generalversammlung des Förderkreises aufbruch 2010

Zeit: Donnerstag, 29. April 2010, 19.30 bis 20.30 Uhr

Ort: Centrum 66 am Hirschengraben 66 in Zürich

Anwesende:
Vorstand: René Schurte (Präsident), Sarah Biotti, Paul Bösch (Protokoll), Hanni Honegger, Rolf Keller, Rolf Koch, Erwin Koller.
Redaktion: Sabine Schüpbach, Wolf Südbeck-Baur
Revisor: Viktor Hug
Mitglied: Peter Honegger
Entschuldigt: Frauke Decurtins, Margrit Lanz (Administratorin).

Traktanden:

1. Begrüssung durch den Präsidenten René Schurte.

2. Wahl des Stimmenzählers: Wolf Südbeck-Baur wird gewählt.

3. Protokoll der GV vom 29. April 2009: mit bestem Dank an den Protokollanten genehmigt.

4. Jahresbericht
Präsident René Schurte kommentierte den
Jahresbericht 2009. Als Schwerpunkte des vergangenen Jahres bezeichnet er die „sehr gut eingespielte“ Zusammenarbeit mit der Partnerzeitung Publik-Forum sowie die Anstrengungen zur Gewinnung von Neuabonnenten. Die Zahl der bezahlten Abonnemente konnte von 3200 auf 6500 gesteigert werden. Nun gehe es darum, diese Zahl einigermassen zu halten. René Schurte sprach Patrick Dütschler und Camil Schmid, die für den aufbruch engagiert Telefonmarketing betrieben haben, seinen Dank aus. Dank stattete er auch der Administratorin Margrit Lanz ab, den Mitgliedern des Vorstandes, der Redaktion, den Revisoren, allen AbonnentInnen und FörderabonnentInnen, den SpenderInnen, den Darlehensgebern sowie der Herbert Haag-Stiftung für deren namhafte Unterstützung.

5. Finanzen

Der Finanzverantwortliche Rolf Koch erläuterte die Jahresrechnung 2009, die mit einem Defizit von 14'463 Fr. abschliesst (statt des budgetierten Plus von 20'240 Fr.). Das Jahr war geprägt von umfangreichen Marketing-Massnahmen, deren Bruottoaufwendungen in den Jahren 2008 und 2009 Fr. 330'000 betrugen. Dafür waren 2009 die Einnahmen aus den Abos mit Fr. 532'061 bedeutend höher als 2008 (Fr. 253'372). Die Absprungrate sei deutlich höher als erwartet, und die Hoffnung auf schwarze Zahlen muss, so Koch, auf das Jahr 2011 verschoben werden. Die Erhöhung des Budgets für die Administration sei angesichts des Mehraufwands unbedingt nötig gewesen, ebenso der Rückgriff auf Darlehen. Die Verschuldung ist auf Fr. 66'396 gestiegen. Rolf Koch orientierte ferner, dass der aufbruch per 2010 mehrwertsteuerpflichtig geworden sei.

Im Namen auch seines Mit-Revisors Emmerich Hafner beantragte Viktor Hug Genehmigung der Rechnung. Diese sei einwandfrei geführt und im Vergleich zu früheren Jahren viel umfangreicher geworden. Der erwartete Streifen am Horizont werde noch immer vermisst. Hug rief zu Anstrengungen auf, damit das Budget 2010 eingehalten werden kann, und äusserte den Eindruck, dass gewisse Sparmassnahmen durchaus möglich seien. Mit 8 Ja-Stimmen und ohne Gegenstimme und Enthaltung wurde die Rechnung 2009 genehmigt.

Rolf Koch stellte sodann das Budget 2010 vor, das – bei der vorsichtigen Annahme von 5000 Abonnementen – erstmals seit langem wieder einen Gewinn vorsieht (Fr. 46'100) und die Verschuldung auf Fr. 20'300 reduzieren soll. Mit 8 Ja-Stimmen und ohne Gegenstimme und Enthaltung wurde das Budget genehmigt.

6. Decharge: Diese wurde dem Vorstand ohne Gegenstimme erteilt.

7. Wahlen
Per Akklamation wurden die Vorstandsmitglieder René Schurte (Präsident, Zürich), Hanni Honegger (Rüti ZH) und Erwin Koller (Uster) für eine weitere zweijährige Amtszeit bestätigt. Ebenfalls per Akklamation wurde die Theologin Sarah Biotti aus Bern (34) als neues Mitglied des Vorstands gewählt; sie hat den aufbruch bereits als langjähriges Mitglied des Redaktionsteams kennengelernt. Im Amt bestätigt wurde ferner Revisor Viktor Hug. Da sein Kollege Emmerich Hafner zurücktritt, wurde der Vorstand beauftragt, der Generalversammlung 2011 einen neuen Revisor vorzuschlagen. Emmerich Hafner, der seit 1996 als Revisor amtete, sei an dieser Stelle für seinen Einsatz zugunsten des aufbruch herzlich gedankt.

8. Statutenrevision (Änderung im Untertitel des aufbruch und im Vereinsnamen)

Auf Antrag des Vorstands wurden mit 10 Ja-Stimmen und ohne Gegenstimme die folgenden Artikel der Vereinsstatuten wie folgt geändert:

  1. In Artikel 1 der Statuten statt:
    „Der Förderkreis aufbruch – Zeitung für Religion und Gesellschaft“ (kurz: Förderkreis aufbruch) ist ein Verein gemäss Art. 60ff ZGB“
    neu:
    „Der Förderkreis aufbruch ist ein Verein gemäss Art. 60ff ZGB“

  2. In Artikel 3 der Statuten statt:
    „Zweck des Vereins ist die Herausgabe der Zeitung „aufbruch – Zeitung für Religion und Gesellschaft“ (kurz: aufbruch)“
    neu:
    „Zweck des Vereins ist die Herausgabe der Zeitschrift „aufbruch – unabhängige Zeitschrift für Religion und Gesellschaft“ (kurz: aufbruch)“

  3. In Artikel 7 der Statuten statt:
    „– Ausrichtung der Zeitung gemäss Artikel 3 der Statuten“
    neu:
    „– Ausrichtung der Zeitschrift gemäss Artikel 3 der Statuten“

9. Varia: keine Wortmeldung.


19. ordentliche GV des Förderkreises aufbruch vom 29. April 2009 (Protokoll)

Zeit: Mittwoch, 29. April 2009, 17.30 bis 18.37 Uhr

Ort: Hörsaal HAH-F-1 der Universität Zürich am Häldeliweg 2 in Zürich

Anwesende:

Vorstand: René Schurte (Präsident), Paul Bösch (Protokoll), Frauke Decurtins, Hanni Honegger, Rolf Keller, Rolf Koch.

Redaktion: Sabine Schüpbach, Wolf Südbeck-Baur

Revisoren: Emmerich Hafner, Viktor Hug

Gäste: Patrick Dütschler, Peter Honegger, Camil Schmid

Entschuldigt: Margrit Lanz (Administratorin), Katia Murmann, Erwin Koller (letzterer bereits im Einsatz für die anschliessende Vortragsveranstaltung).

Traktanden

  1. Begrüssung. Präsident René Schurte begrüsst die Anwesenden und erläutert: Stimmberechtigt an der GV sind alle Mitglieder des Förderkreises – all jene, die den Mitgliederbeitrag (Fr. 20.–) entrichtet haben (in Form eines Aufschlags auf dem Abo-Preis: „Förderabo“).

  2. Wahl der StimmenzählerInnen. Wolf Südbeck-Baur stellt sich zur Verfügung.

  3. Abnahme des Protokolls der GV vom 29. Mai 2008: Ohne Einwände und mit bestem Dank an die Protokollführerin Frauke Decurtins genehmigt.

  4. Jahresbericht. René Schurte stellt den Jahresbericht 2008 vor und würdigt dabei auch die Verdienste von Frauke Decurtins, die nach 15-jähriger Zugehörigkeit aus dem Vorstand zurücktritt. Er dankt allen, die es möglich gemacht haben, dass „der aufbruch im Aufbruch ist“. Ohne Bemerkungen nimmt die Versammlung den Bericht ab.

  5. Finanzen. Der Finanzverantwortliche Rolf Koch erläutert die Jahresrechnung 2008, die mit einem Defizit von 51'933 Franken zu Buche schlägt, ferner das Budget 2009, das den aufbruch dank der vielen Neu-Abos wieder in die Gewinnzone führen dürfte (budgetierter Gewinn Fr. 16'240.–). „Es ist erfreulich, dass wir weiterkutschieren können“, sagt er. Namens der Revisoren beantragt Viktor Hug Genehmigung der als korrekt befundenen Rechnung. Er sieht einen „Streifen am Horizont“ und dankt Rolf Koch für die „immense Mehrarbeit“ der letzten Zeit. Die Versammlung heisst Rechnung und Budget einstimmig gut.

  6. Decharge: wird dem Vorstand einstimmig erteilt.

  7. Wahlen. Für eine weitere zweijährige Amtszeit stellen sich Rolf Keller und Rolf Koch zur Verfügung. Als neues Vorstandsmitglied ist Paul Bösch, bis Ende 2008 aufbruch-Redaktor, vorgeschlagen. Die Vorgeschlagenen werden per Akklamation (wieder)gewählt.

  8. Revision der Statuten des Förderkreises aufbruch. Paul Bösch begründet die Anträge, die vom Vorstand an zwei Sitzungen vorberaten und Mitte März 2009 ins Internet (www.aufbruch.ch) gestellt und im aufbruch zur Einsichtnahme ausgeschrieben worden sind. Mit der Revision werden die folgenden Ziele verfolgt: Die Zielsetzung von Verein und Zeitung wird an die Leitlinien von 2003 angepasst; die Mitgliedschaft wird genauer definiert, und die Ansetzung des Mitgliederbeitrags wird in die Kompetenz des Vorstandes geben; die Stellung der festangestellten Redaktoren und der Administratorin im Vorstand wird gemäss der geltenden, bewährten Praxis definiert (sie sind Vorstandsmitglieder von Amtes wegen ohne Entscheidungsbefugnis in Angelegenheiten ihrer eigenen Anstellung); die Amtszeitbeschränkung für Vorstandsmitglieder wird aufgehoben. Die Versammlung heisst alle Anträge einstimmig gut und beschliesst zusätzlich je eine Ergänzung bei den Geschäften der GV (Genehmigung des Jahresberichts, Punkt 6) und bei den Aufgaben des Vorstandes (Festlegung der Abo-Preise, Punkt 7).

  9. Varia


 
Medienmitteilung des „Förderkreises aufbruch“ vom 5. Januar 2009

„aufbruch“ im Aufwind

Eine Zeitung mit 38 Prozent mehr Abos - Wie keine andere Schweizer Zeitung ist der „aufbruch“, die unabhängige Zeitung für Religion und Gesellschaft, auf Wachstumskurs.

Zählte die achtmal jährlich erscheinende Zeitung Ende April 2008 noch 3189 bezahlte Exemplare, so stieg die verkaufte Auflage bis Ende Jahr auf 4397 Hefte. Dies ist eine Steigerung von 38 Prozent innerhalb von acht Monaten; hochgerechnet auf ein Jahr beträgt die Zunahme sogar knapp 57 Prozent. Damit  konnte die ökumenische und von Kirchen unabhängige religiöse Zeitung, die kurz nach ihrer Gründung (1988) 11'500 Abonnenten beliefert hatte, einen jahrelangen Auflageschwund in ein bemerkenswertes Wachstum verwandeln – entgegen dem Abwärtstrend bei den meisten Printmedien.

Die Trendumkehr hat – neben dem zunehmenden Interesse für aufgeschlossene Religiosität – vor allem zwei Gründe. Zum einen arbeitet die Zeitung seit Januar 2008 mit „Publik-Forum“ zusammen, der deutschen „Zeitung für kritische Christen“. Die Kooperation war durch die von Professor Hans Küng präsidierte Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche angeregt worden und machte den „aufbruch“ attraktiver. Anstelle von 16 Schwarzweiss-Seiten im grossen Zeitungsformat präsentiert der „aufbruch“ seither mindestens 48 Farb-Seiten im kleineren Tabloid-Format. Entsprechend grösser und vielfältiger ist auch der Inhalt, der teilweise von der Redaktion des „Publik-Forum“ beigesteuert wird.

Zum andern nutzt der „aufbruch“ die gesteigerte Attraktivität für die Werbung. Seit Mai 2008 ist ein Team von jungen Marketing-Leuten daran, neue Abonnemente zu generieren – mit Erfolg, wie sich’s zeigt. Diese Anstrengungen werden auch im Jahr 2009 unvermindert fortgesetzt. Da dies für die Herausgeberschaft, den Verein „Förderkreis aufbruch“, grosse finanzielle Vorleistungen bedeutet, ist im laufenden Jahr allerdings noch nicht an eine Reinvestierung der Mehreinnahmen (beispielsweise für einen Ausbau des redaktionellen Angebots) zu denken. Den grössten Teil seiner Einnahmen erzielt der „aufbruch“ mit den Abonnementen. Hinzu kommen Inserateeinnahmen und Spenden. Die von der „aufbruch“-Redaktion produzierten Seiten gehen auch an 1120 Schweizer Bezügerinnen und Bezüger von „Publik-Forum“.


 
GV des Förderkreises aufbruch vom 29. Mai 2008

Die ordentlichen Generalversammlung 2008 des Vereins «Förderkreis aufbruch« fand am 29. Mai von 18.30 bis 19.15 Uhr im Pfarrhaus der Offenen Kirche St. Elisabethen in Basel statt. Die folgenden Entscheide wurden dabei getroffen:
  • Das Protokoll der ausserordentlichen GV vom 26. September 2007 wurde mit bestem Dank an die Aktuarin Frauke Decurtins einstimmig genehmigt.

  • Ebenfalls einstimmig wurde der von Präsidentin Brigitte Horváth erläuterte Jahresbericht 2007 abgenommen.

  • Der Recherchierfonds zur Finanzierung grosser Recherchen wurde auf Antrag des Vorstands zugunsten des ordentlichen Vermögens aufgehoben. Intensiv recherchierte Berichte sind auch weiterhin möglich. Der Entscheid fiel einstimmig aus. 

  • Aufgrund der Erläuterungen des Finanzverantwortlichen Rolf Koch sowie gemäss der Empfehlung der Rechnungsrevisoren Viktor Hug und Emmerich Hafner wurde die Rechnung 2007 einstimmig gutgeheissen. Sie weist ein Defizit von Fr. 18’920.– aus. Genehmigt wurde sodann das Budget 2008, das mit einer „schwarzen Null“ (Überschuss von Fr. 252.–) abschliesst.

  • Die Versammlung erteilte dem Vorstand hierauf einstimmig Decharge

  • Wahlen: Anstelle von Brigitte Horváth, die nach dreijähriger Präsidentschaft den Rücktritt eingereicht hatte, wurde Vorstandsmitglied René Schurte per Akklamation zum neuen Präsidenten des Förderkreises aufbruch gewählt. Schurte (siehe Bild) wurde 1969 geboren, stammt aus Liechtenstein und ist aufbruch-Abonnent seit der ersten Nummer. Er ist Mitglied der katholischen Kirche, hat in Freiburg/Schweiz Theologie studiert und als Assistent im Fach Altes Testament gearbeitet. Seit 2004 lebt er in Zürich, ist im Religionswissenschaftlichen Seminar der Universität als Assistent tätig und schreibt an einer Doktorarbeit. Während des Studiums engagierte er sich unter anderem in der Universitätspolitik und in der kirchlichen Begleitung der Studierenden (Mentorat). Dialog, Fairness und Subsidiarität in der Kirche sind ihm wichtige Anliegen. Aufgrund seiner beruflichen Tätigkeit liegen seine Interessensgebiete bei der Bibel und der Geschichte der Religionen. Im September 2007 war er in den Vorstand des Förderkreises gewählt worden.

Rene Schurte

René Schurte

  • Im Weiteren wurden die Vorstandsmitglieder Hanni Honegger und Erwin Koller für eine weitere zweijährige Amtszeit bestätigt.

  • Aktuarin Frauke Decurtins kündete ihren Rücktritt per Ende 2008 an. 

  • Bei einer Gegenstimme wurde schliesslich der Mitgliederbeitrag an die neuen Abo-Preise angepasst. Nach der Anhebung des normalen Abo-Preises auf Fr. 80.– würde der 2007 festgesetzte Mitgliederbeitrag von Fr. 25.– zur Folge haben, dass die Fördermitglieder auf Fr. 105.– lautende Abo-Rechnungen erhalten. Im Interesse einer „geraden“ Zahl (Fr. 100.–) wurde der Mitgliederbeitrag um 5 Franken auf 20 Franken gesenkt. Anders als der Abo-Preis, der vom Vorstand festgesetzt wird, unterliegt der Mitgliederbeitrag dem Beschluss der Generalversammlung.

     


aufbruch-Veranstaltung mit Eugen Drewermann

Nach der Generalversammlung fand am 29. Mai in der Offenen Kirche Elisabethen (Basel) eine öffentliche aufbruch-Veranstaltung mit Eugen Drewermann statt. Der von gut 400 Personen besuchte Anlass wurde moderiert von aufbruch-Vorstandsmitglied Erwin Koller. Der bekannte Theologe und Psychotherapeut Drewermann sprach während anderthalb Stunden ohne Manuskript (!) zum Thema »Von der Unfreiheit des freien Willens – Neurologie und Theologie im Gespräch«.
Tonaunahme: Leider wurden nur 78 Minuten des 90 Minuten-Vortrags aufgenommen, wegen technischen Problemen.
Diese Aufnahme ist als CD erhältlich für Fr. 10.–. Bestellung bei E-Mail

Wir fügen hier den Bericht der Nachrichtenagentur Kipa ein:
Eugen Drevermann

"Wir entscheiden nicht frei, auf welchen Lebenszug wir springen"
Von Patrick Dütschler / Kipa

Basel, 30.5.08 (Kipa) Im Rahmen einer Veranstaltung der ökumenischen Schweizer Zeitung aufbruch sprach der Theologe und Psychotherapeut Eugen Drewermann am Donnerstag, 29. Mai, in Basel zum Thema Willensfreiheit. In seinem Vortrag versuchte er aufzuzeigen, wie die Vorstellung einer absoluten Entscheidungsfreiheit des Menschen als Illusion zu enttarnen sei: "Wir entscheiden nicht frei, auf welchen Lebenszug wir springen."

Die Veranstaltung stiess auf grosses Interesse: Die Offene Kirche Elisabethen war beinahe bis zum letzen Platz gefüllt, als der ebenso bekannte wie umstrittene Theologe Eugen Drewermann seinen Vortrag zur "Unfreiheit des freien Willens" begann. Dabei umriss er in grossen Bögen die Geschichte des Freiheitsdenkens von den Anfängen in der griechischen Philosophie bis zur Beschreibung hirnphysiologischer Vorgänge in der modernen Neurologie.

Grundanliegen der Reformatoren
Im Streit mit den Humanisten waren sich die Reformatoren in dieser Frage weitgehend einig, sagte Drewermann. Der Mensch könne nicht gut sein, nur weil er will. Eine solche Machtverfügung im Innenbereich des menschlichen Herzens sei unmöglich. In Luthers Schrift "Von der Freiheit eines Christenmenschen" finde sich dieser Gedanke im Ausspruch, dass das Gesetz einem Menschen nur sage, was er tun soll – es ihm aber nicht die Kraft dazu gebe.

Drewermann bezeichnete das Erbe der Reformation als das "Beste der Theologiegeschichte" und verwies darauf, dass zu Beginn des 20. Jahrhunderts die Psychoanalyse in vielen Punkten den Aussagen der Reformatoren folgte.  Die Psychoanalyse sehe alles menschliche Denken, Reden und Handeln in einem erweiterten Gesamtzusammenhang, so Drewermann. "Jede Entscheidung ist die Folge kausaler Zusammenhänge." Nichts geschehe ohne Grund.

Schon Buddha habe vor 2500 Jahren auf die Frage nach dem Bösen in der Welt geantwortet: "Natürlich gibt es Gutes und Böses. Aber beides hat seine Ursachen." Spannend sei, wie heute die moderne Neurologie genau diese Einsicht zu bestätigen scheint. Es seien, so Drewermann, vor allem die Erfahrungen der frühen Kindheit, welche in drastischer Weise unser ganzes weiteres Leben bestimmten.

Genetische Einflüsse
Auch bereits die Genetik habe wesentlichen Einfluss darauf, ob und wie wir uns als Individuum entfalten würden. So folgerte Drewermann, dass beispielsweise in der Rechtswissenschaft, jede Tat, und sei sie noch so verwerflich im moralischen Sinne, in diesem erweiterten Gesamtzusammenhang gesehen werden müsse.

Die Naturwissenschaft könne uns zeigen, wie etwas ist. An einem Forschungsobjekt werden Erkenntnisse abgewonnen – dabei bleibe aber das Subjektive stets aussen vor. "Die Naturwissenschaft liefert keinen Beitrag zu Ethik. Sie kann nicht zeigen, wie wir uns entscheiden sollen."

Die Wissenschaft erhelle zwar die Umstände und eine Entscheidung werde dadurch leichter, doch am Schluss stehe stets eine konkrete Person, welche sich so oder so entscheide. "Ich kann ein guter Naturwissenschaftler sein und gleichzeitig ein schlechter Mensch." Es gebe deshalb auch in der Wissenschaft nicht nur um objektive Erkenntnis, sondern auch um subjektives Verstehen.

Dies sei im Grunde der Ansatz der Psychoanalyse als einer hermeneutisch-subjektiven und naturwissenschaftlich-objektiven Wissenschaft über den Menschen. Ein Ansatz, den sich in ähnlicher Weise bei den Reformatoren finde und der auch "bei dem Mann aus Nazareth" bereits zum Tragen komme.

(kipa/ppd/ak/job)

 


Medienmitteilung (anlässlich der Medienkonferenz vom 28. Januar 2008)

 Internationale Stimme kritischer Christen

Neulancierung von

«aufbruch – ZEITUNG FÜR RELIGION UND GESELLSCHAFT»

aufbruch, die unabhängige und überkonfessionelle Schweizer Zeitung für Religion und Gesellschaft, baut ihr Angebot stark aus und wird international – dank der Zusammenarbeit mit der deutschen Zeitung Publik-Forum und dank einer Anregung des Theologen Hans Küng.

Professor Hans Küng hatte eine publizistische Stimme im deutschen Sprachraum angeregt, die kirchliche Vorgänge «kritisch begleitet und Perspektiven für ein zukunftsweisendes christliches Handeln aufzeigt». In seiner Eigenschaft als Präsident der «Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche» ermunterte er deshalb den aufbruch und die deutsche Zeitung Publik-Forum, eine Zusammenarbeit zu prüfen. Beide Zeitungen sind Produkte des nachkonziliären Aufbruchs, und beide stehen unabhängig und überkonfessionell für ein offenes Christentum und für soziale Verantwortung ein. Im September 2007 wurde ein Kooperationsvertrag zwischen aufbruch und Publik-Forum unterzeichnet. Am 28. Januar 2008 ist der aufbruch nun erstmals in neuer Form erschienen.

Die Kooperation bedeutet keine Übernahme oder Fusion. Ziel ist die Zusammenarbeit bei der redaktionellen Gestaltung der beiden eigenständigen Zeitungen. Der aufbruch behält seinen Titel bei, doch anstelle der bisherigen 16 Schwarzweiss-Seiten im Zeitungsformat werden nunmehr 48 Seiten in Farbe und im kleineren Tabloid-Format präsentiert. Die Redaktion des Publik-Forum stellt den 32-seitigen Kernteil her – unter Mitwirkung des aufbruch-Redaktionsteams. Er behandelt aktuelle Themen aus Politik und Gesellschaft, Religion und Kirchen in internationaler Sicht. Der 16 Seiten umfassende Mantelteil wird von der aufbruch-Redaktion produziert und enthält Berichte und Kommentare über religiöse Vorgänge, spirituelle Aufbrüche und ethische Fragen in der Schweiz. 

Dem aufbruch bringt diese Kooperation grosse Vorteile. Die Zeitung  kann ihr Angebot beträchtlich ausbauen, sie wird Teil einer internationalen Stimme für ein offenes Christentum, profitiert von journalistischen und verlegerischen Synergien und kann ihre Finanzen nachhaltig konsolidieren, ohne die Eigenständigkeit aufgeben zu müssen. Obwohl die Abonnentenzahl nach einem langjährigen Rückgang in letzter Zeit wieder leicht gesteigert werden konnte, war der aufbruch immer wieder von Finanzknappheit bedroht.  

Die Publik-Forum-Abonnenten in der Schweiz erhalten ein Kombi-Abonnement: zusätzlich zu den 24 Publik-Forum-Ausgaben pro Jahr achtmal die 16 von der aufbruch-Redaktion hergestellten Seiten.  

Der aufbruch erscheint seit 1988 jährlich achtmal und wird von einem unabhängigen Verein («Förderkreis aufbruch») herausgegeben, der auch Arbeitgeber der beiden Redaktoren sowie der Abo-Verwalterin und Layouterin ist. Der aufbruch geht an 3923 zahlende Abonnenten, darunter 1058 Schweizer Publik-Forum-Abonnenten, die die aufbruch-Seiten im Rahmen eines Kombi-Abonnements beziehen (Stand Jan. 08). 

Über den neuen aufbruch,  die Zusammenarbeit mit Publik-Forum sowie über die publizistische Bedeutung dieses Neuanlaufs haben am 28. Januar 2008 an einer Medienkonferenz in Zürich die folgenden Referenten orientiert: Dr. Erwin Koller, Vizepräsident der Herbert-Haag-Stiftung für Freiheit in der Kirche und Vorstandsmitglied des Förderkreises aufbruch, Dr. Wolfgang Kessler, Chefredaktor Publik-Forum (Frankfurt), die aufbruch-Redaktoren Wolf Südbeck-Baur und Paul Bösch, Irene Gysel, Kirchenrätin der evanglisch-reformierten Landeskirche Zürich, sowie Dr. Karl-Josef Kuschel, Professor für Theologie des interreligiösen Dialogs (Tübingen).