Agenda


Der Aufbruch übernimmt keine Gewähr für Termin- und Ortsangaben.

Nov
20
Mi
Für Frauen die Hälfte? Muslimisches Erbrecht in der Schweiz. Vortrag im Haus der Religionen @ Haus der Religionen
Nov 20 um 19:00

Muslimisches Erbrecht in der Schweiz: Für Frauen die Hälfte?

In Europa ist die Auffassung verbreitet, dass das islamische Erbrecht Frauen diskriminiere, weil es Töchtern nur die Hälfte des Erbanteils zuweist, das den Söhnen zugesprochen wird. Die Erbsituation von muslimischen Frauen auf diese Gleichung zu reduzieren ist jedoch unzulänglich. Wie muslimische Familien in der Schweiz mit dem Thema Erbe umgehen und was die in den Moscheen tätigen Imame ihnen in konkreten Erbrechtsfällen raten, wurde in einer Studie des Schweizerischen Zentrum für Islam und Gesellschaft (SZIG) der Universität Fribourg erforscht.

Mittwoch, 20.November 2019, 19 Uhr

Eine Veranstaltung zur Studie des Schweizerisches Zentrum für Islam und Gesellschaft der Universität Fribourg. Mit Kurzreferaten der beiden Forscherinnen Dr. Mallory Schneuwly Purdie und Dr. Ricarda Stegmann sowie einer Podiumsdiskussion mit Imam Kaser al-Asaad, Jasmina El-Sonbati und Imam Memeti und unter der Leitung von Prof. Dr. Hansjörg Schmid. Eine Kooperation mit dem SZIG.

Nov
28
Do
Neue aufbruch-Ausgabe!
Nov 28 ganztägig
10 Jahre nach der Minarettabstimmung: Podium in Luzern @ Universität Luzern
Nov 28 um 18:15

«Thema im Fokus: Die Schweiz – 10 Jahre nach der Minarettabstimmung», öffentliche Podiumsdiskussion mit Adrian Vatter (Universität Bern), Jean-François Mayer (Institut Religioscope) und Sarah Figueredo Hernandez, Studentin des Masterprogramms Religion – Wirtschaft – Politik, Moderation: Antonius Liedhegener (Universität Luzern). Veranstalter: Zentrum für Religion, Wirtschaft und Politik und St. Charles Society. Donnerstag, 28. November 2019, 18.15 bis 19.45 Uhr, Universität Luzern, Frohburgstrasse 3, Hörsaal 8. Anschliessend Apéro. Näheres.

Dez
5
Do
Kriminalisierung und Entrechtung – vom Mittelmeer bis zum Nothilfelager in Zürich @ Volkshaus
Dez 5 um 17:00

5. Dezember 17:00–18:30 Volkshaus (Blauer Saal) Kriminalisierung und Entrechtung — vom Mittelmeer bis zum Nothilfelager in Zürich

Über 200 freiwillige Besatzungsmitglieder arbeiteten ab Juni 2016 auf dem Rettungsschiff IUVENTA, bis es 2017 von einer italienischen Staatsanwaltschaft beschlagnahmt wurde. Die Kriminalisierung der zivilen Seenotrettung im zentralen Mittelmeer wird derzeit in einer breiten Öffentlichkeit diskutiert. Weniger bekannt sind die vielen Fälle, in denen Frauen und Männer in ganz Europa verurteilt werden, weil sie solidarisch handeln und Menschen auf der Flucht beispielsweise Essen oder Unterkunft geben. Allein 2018 endet solidarisches Handeln in über hundert Fällen vor Gericht und teilweise im Gefängnis.

Gerade die Migrant*innen selbst trifft es, angeklagt wegen Schlepperei, am schlimmsten. Obwohl sie nur ein besseres Leben für sich und ihre Familien wollen, verschwinden sie bisweilen für Monate oder sogar Jahre hinter Gittern.

So ergeht es auch Flüchtenden, die es bis in die Schweiz schaffen und deren Fluchtgründe vom Schweizer Staat nicht anerkannt werden. Die repressive Kriminalisierung von abgewiesenen Asylsuchenden ist grenzenlos. In staatlichen Nothilfelagern regi- striert können sie jederzeit ohne weitere Begründung verhaftet und aufgrund ihres fehlenden Aufenthaltstitels bis zu fünfeinhalb Jahre inhaftiert werden. Aber auch das Leben mit den ständigen Kontrollen und polizeilichen Razzien in den teilweise unter- irdischen Nothilfelagern unterscheidet sich kaum von einem Gefängnisalltag.

Es berichten Seenotretter*innen, die seit 2016 im zentralen Mittelmeer auf unterschiedlichen NGO-Rettungsschiffen im Einsatz gewesen sind. Gegen sie wird in Italien wegen Beihilfe zur illegalen Einreise ermittelt. Und Aktivist* innen, die als abgewiesene Asylsuchende kriminalisiert und eingesperrt wurden, geben Einblick in das Repressionssystem der Schweiz.

Mrz
5
Do
aufbruch-Podium zum Kapitalismus @ Unternehmen Mitte, Safe-Raum
Mrz 5 um 19:00

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