Agenda


Der Aufbruch übernimmt keine Gewähr für Termin- und Ortsangaben.

Okt
29
Do
Wunder der Wertschätzung @ Haus Gutenberg, Balzers
Okt 29 um 20:00

Psychiater und Buchautor Prof. Reinhard Haller analysiert die Ursachen der Wertschätzungskrise und deren Folgen, die von Selbstwertzweifeln bis zum Burnout reichen, und er skizziert Eckpunkte einer neuen Wertschätzungskultur.
Infos: email hidden, 00 423 388 11 33

Nov
7
Sa
Ade christliches Abendland – guten Morgen Europa. OeME-Herbsttagung mit Heribert Prantl @ Die Tagung findet neu online statt!
Nov 7 um 08:30

OeME-Herbsttagung 2020

Ade christliches Abendland – Guten Morgen Europa!

Ökumenische Herbsttagung 7. November 2020, 8.30–16.30
Die Tagung findet neu online statt!

Die ökumenische Herbsttagung 2020 rückt den blinden Fleck «Europa» ins Zentrum:
Was können Europa und seine Zivilgesellschaften zu einem menschenwürdigen Umgang mit Migrantinnen und Migranten beitragen?
Ist Europa primär ein Wirtschafts- und Wachstumsprojekt?
Welchen Beitrag leistet Europa zur Bewältigung der Klimakrise?
Was tragen die Kirchen zum Friedensprojekt Europa und zur europäischen Solidarität bei?
Welche Formen der Zusammenarbeit braucht es, damit Europa an der Basis erlebbar wird?

Aus unterschiedlichen Perspektiven tragen Referierende wie Heribert Prantl (Interview s.u.) und Teilnehmende Beiträge zusammen, in der Überzeugung, dass «unser» Europa ein Friedensprojekt ist.

Flyer mit Anmeldetalon:
pdfHerbsttagung_2020_Flyer_Onlineversion.pdf3.62 MB

 

«Die Vielfalt bringt Frieden»

Der Publizist, Jurist und Theologe Heribert Prantl wird am 7. November die ökumenische Herbsttagung in Bern eröffnen. Ein Gespräch über Europa, die Kirchen und den Frieden.

Sabrina Durante

«Ade christliches Abendland – guten Morgen Europa», so der Titel der Tagung, die Sie mit Ihrem Referat eröffnen werden. Die Definition «christliches Abendland» gilt für Europa längst nicht mehr: Wie würden Sie Europa definieren?

Heribert Prantl: Europa ist ein welthistorisches Friedensprojekt. Es wurde gebaut aus überwundenen Erbfeindschaften. Es ist die Verwirklichung so vieler Friedensschlüsse, die den Frieden dann doch nicht gebracht haben. Die Europäische Verträge sind die Ehe- und Erbverträge ehemaliger Feinde. Mit zunehmendem Abstand zum Zweiten Weltkrieg gilt es allerdings immer mehr Europäerinnen und Europäern nicht mehr als Errungenschaft, sondern als Selbstverständlichkeit. Aber ein Blick vor die Tore Europas, ein Blick in den Nahen und Mittleren Osten, zeigt, wie wenig selbstverständlich ein unkriegerischer Kontinent ist.

Wenn die Religion nicht mehr identitätsstiftend ist, was kann denn die neue Europäische Identität prägen?

Prantl: Die Vielfalt. Der Reichtum der Sprachen, der Kulturen, der Traditionen, der Religionen. Das  ist moderne Demokratie. Das bringt Frieden.

«Europa muss ein anderes Wort sein für Geborgenheit, für Heimat.»

Welche Rolle spielt die Kirche in einem zunehmend säkularen Europa?

Prantl: Die Kirche verkörpert die europäische Tradition, gehört also zu den Fundamenten Europas. Und die besten Traditionen der Kirche stehen für die europäischen Werte: Nächstenliebe, Solidarität. Wir reden viel vom «Europäischen Haus». Europäische Häuser gab es schon einmal: Die Dome und die Kathedralen waren einst die trigonometrischen Punkte Europas. An den alten Kathedralen wurde lange gebaut, manchmal unvorstellbar lang, am Kölner Dom 632 Jahre.

Was können die Kirchen zum Friedensprojekt Europa und zu mehr Solidarität beitragen?

Prantl: Europa muss ein anderes Wort sein für Geborgenheit, für Heimat. In einer Welt, die auf Beschleunigung, Flexibilität und Konkurrenz getrimmt ist, kommt die innere Heimat schnell abhanden. Aber es ist so: Menschen, die sich beheimatet, geschützt und sicher fühlen, haben auch die Kraft, die Heimatlosen und Geflüchteten aufzunehmen. Sie haben dann die Kraft zur Humanität, also die Kraft, selbst Schutz zu gewähren.

Nov
9
Mo
Theater »Unter einem Dach« @ Kulturhof Hinter Musegg
Nov 9 um 20:00

Eine Familie nimmt einen aus Syrien Geflüchteten bei sich zuhause auf. Kann das Zusammenleben gelingen?
9. Nov, 20.00 Uhr, Infos: www.hinter-musegg.ch.

Nov
10
Di
Jesus im Koran @ CityKircheZug
Nov 10 um 20:00 – 21:00

Der Koran als nachchristliche Offenbarungsschrift erwähnt Jesus an verschiedenen Stellen und widmet dem Christentum mit der Sura Maryam gar ein ganzes Kapitel. Im Rahmen der Woche der Religionen beleuchtet Hannan Salamat vom Zürcher Instituts für Interreligiösen Dialog die Bilder vom Christentum in den islamischen Quellen.

Nov
12
Do
Weibliches Vergnügen und religiöse Normen – Geschichte eines Konflikts @ St. Anna-Kapelle
Nov 12 um 19:00

Donnerstag, 12. November 2020, 19 Uhr

Weibliches Vergnügen und religiöse Normen – Geschichte eines Konflikts

Wir zeigen den viel diskutierten Film #Female Pleasure und stellen im Anschluss mit der Islamwissenschaftlerin Amira Hafner Al-Jabaji und Theologin Dr. Friederike Rass die Frage nach den Bedingungen für einen freien, vergnüglichen Umgang mit weiblicher Sexualität und Selbstbestimmung – und welche Rolle Religionen dabei spielen. Die Regisseurin Barbara Miller wird sich mit einer Videobotschaft zu Wort melden.

Patriarchat und Religion sind historisch eng verknüpft. Eine folgenreiche Kombination auch für sexuelle Aufklärung und Selbstbestimmung, die bis heute wirksam ist. Der Film Female Pleasure rückt unaufgeregt fünf Frauen verschiedener Kulturkreise ins Zentrum, die ihre Erfahrungen von (sexueller) Selbstbestimmung teilen. Er zeigt ihr Ringen um körperliche Integrität und ihr Engagement, den religiösen und kulturellen Normen ihrer Gemeinschaften ein positives Bild von Sexualität und Weiblichkeit entgegenzusetzen.

Wir wollen wissen: Weshalb kontrollieren und normieren Religionen den weiblichen Körper überhaupt? Von welchen religiösen Normen reden wir hier – und in welchen Formen halten Normen und Kontrolle bis heute an? Lassen sich auch förderliche Denkmuster in Religionen finden, um für eine selbstbestimmte Körperlichkeit einzutreten? Oder ist das ein Widerspruch in sich?

Die Veranstaltung findet im Rahmen der Woche der Religionen statt. Hier findest du das Gesamtproramm.

Die Besucher*innenzahl ist auf 100 Personen beschränkt und bei hohem Besucher*innenaufkommen gilt Maskenpflicht.
Eine email hidden mit Vor-, Nachname und Mailadresse oder Telefonnummer aller Begleitpersonen erleichtert uns die Planung. Spontanbesuche sind möglich: Beim Einlass werden die Kontaktangaben erhoben – das kann ein Momentchen dauern. Sei also frühzeitig vor Ort.

Nov
13
Fr
Politischer Abendgottesdienst: Was wäre die Welt ohne Afrika? @ Wasserkirche
Nov 13 um 18:30

Was wäre die Welt ohne Afrika?

Gespräch, wenn grausame Dinge passiert sind? Mit Elisio Macamo,
Professor für Soziologie mit Schwerpunkt Afrika an der Universität Basel.

Nov
14
Sa
Pandemie & Religion @ Alevitisches Kulturzentrum
Nov 14 um 14:00 – 17:00

Austausch zum Thema durch Begegnungen mit Menschen verschiedener Religionen.

»Hey, Alter!« Abgesagt wegen Corona-Pandemie @ Berner Generationenhaus
Nov 14 um 18:30 – 19:30

Von Religionen und Generationen.
Im Rahmen der Nacht der Religionen in der Stadt Bern.
Eröffnung im Innenhof (bei jedem Wetter) des Berner Generationenhauses.
www.nacht-der-religionen.ch

Nov
15
So
Mosaik der Religionen. Faiths in Tune @ Paulus-Akademie
Nov 15 um 16:00 – 20:00

Musik verbindet und bringt Vielfalt zum Klingen.
Anmeldung obligatorisch.
www.forum-der-religionen.ch

Nov
16
Mo
Eine Wirtschaft ohne Wachstum – Lichtblick oder Alptraum? @ St. Anna-Kapelle
Nov 16 um 19:00

 

Montag, 16. November 2020, 19 Uhr

Eine Wirtschaft ohne Wachstum – Lichtblick statt Alptraum?

Eine Wirtschaft ohne Wachstumszwang: Schafft sie mehr soziale Gerechtigkeit? Bleiben Wohlstand und Versorgungssicherheit gewährleistet? Und wer trägt wie viel Verantwortung?

Prof. Dr. Niko Paech, Professor der Wirtschaftswissenschaften, stellt uns sein Konzept eines neuartigen, nachhaltigen Wirtschaftsmodells vor, das auf Wachstum verzichtet: Gemeingut statt materieller Selbstverwirklichung, Reparieren statt Neuanschaffen, Selbstversorgung statt langer Lieferketten. Ideen, die von Ökonomen bisher als unrealistisch abqualifiziert werden – ohne Wachstum kein Wohlstand.

Einen anderen Weg schlägt die Zürcher Kantonalbank ein: Sie verpflichtet sich der Ziele für Nachhaltige Entwicklung der UN – Ziel 8: «Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum». In einem kurzen Kommentar vertritt Marit Kruthoff die Position der Zürcher Kantonalbank zur Voraussetzung von Wirtschaftswachstum für eine nachhaltige, gerechte Gemeinschaft.

Die öbu (Schweizerische Vereinigung für ökologisch bewusste Unternehmensführung) hat sich nachhaltiges Wirtschaften seit 1989 auf die Fahne geschrieben. Olmar Albers wird in einem kurzen Kommentar schildern, wie die öbu versucht Wachstum mit ökologischer, gesellschaftlicher sowie wirtschaftlicher Nachhaltigkeit zu vereinbaren, und wo sie dabei auch an Grenzen stösst.

Die Besucher*innenzahl ist auf 100 Personen beschränkt und bei hohem Besucher*innenaufkommen gilt Maskenpflicht.
Eine email hidden mit Vor-, Nachname und Mailadresse oder Telefonnummer aller Begleitpersonen erleichtert uns die Planung.Spontanbesuche sind möglich: Beim Einlass werden die Kontaktangaben erhoben – das kann ein Momentchen dauern. Sei also frühzeitig vor Ort.

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